Spätzlepresse – Spätzle frisch und schnell zubereiten

Spätzle werden durch die Spätzlepresse in den Kochtops gegeben
Mit einer Spätzlepresse lässt sich frischer Spätzleteig im Handumdrehen in Form pressen. © iStockphoto

Mehl, Milch und Eier verrühren und in kleinen Fetzen im siedenden Wasser gar ziehen lassen – so einfach stellt man in vielen deutschen Regionen Beilagen her. In Schwaben, wo diese Speise 'Spätzle' heißt, gilt sie als Landesspezialität. Spätzle werden heutzutage auf der ganzen Welt gegessen und sind ein bekannter Repräsentant der typisch deutschen Küche.

Im Jahr 1939 ließ sich der schwäbische Tüftler Robert Kull seine erste Spätzlepresse patentieren. Er wollte das mühselige Spätzleschaben erleichtern. Das gelang ihm auch und so baut die Firma Kull bis heute Spätzlepressen, darunter auch das Original, das als 'Spätzles-Schwob' in die Küchengeschichte einging.

Spätzle oder Knöpfle, das ist die Frage!

Spätzle entstehen, wenn dünnflüssiger Teig auf ein Holzbrett gestrichen und mit einem Schaber in möglichst feinen Streifen oder Fetzen direkt ins siedende Wasser geschabt wird. Knöpfle dagegen sind kleiner und rund. Sie bilden sich, wenn der Teig durch ein gelochtes Brett oder Blech ins Wasser tropft. Viele Spätzlepressen erzeugen genau diese Art der Spätzle.

Die Pressen bestehen aus einem zylindrischen Teigbehälter mit runden Löchern und einem Hebel zum Pressen. Je dünnflüssiger der Teig, desto länger und dünner werden die Spätzle. Wer lieber Knöpfle möchte, kann sich eine Spätzlepresse mit auswechselbaren Aufsätzen anschaffen. Wenn dann der Teig ein wenig zäher hergestellt wird, gelingen sie hervorragend. Einige Modelle besitzen eine unterschiedlich dicke Lochung, sodass der Eindruck verstärkt wird, die Spätzle seien geschabt.

Das müssen Sie beim Kauf einer Spätzlepresse beachten

Spätzlepressen mit auswechselbaren Aufsätzen eignen sich auch zum Pressen von gekochten Kartoffeln und anderem Obst und Gemüse sowie für Nudelteig. Man sollte beim Kauf jedoch beachten, dass dazu ein hoher Kraftaufwand vonnöten ist.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Reinigung. Direkt nach der Benutzung unter kaltem Wasser abgespült wird die Spätzlepresse meist gründlich sauber. Einige Modelle sind auch spülmaschinengeeignet. Spätzlepressen sind meist aus Edelstahl gefertigt, doch es gibt sie auch aus Kunststoff. Neben dem Material ist außerdem wichtig, dass das Gerät solide gearbeitet ist, heißes Wasser verträgt und einen gewissen Druck aushält.

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