Das große Küchenkräuter-ABC

So gesund sind Petersilie, Schnittlauch und Co!

Die Auswahl an Kräutern in groß
Die Auswahl an Kräutern ist groß - und das ist wunderbar! © Andrzej Bardyszewski - Fotolia

von Darline Jonasson

Kräuter sind nicht nur lecker, sondern haben auch viele gesundheitliche Vorteile! Aber es ist nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Deshalb gibt’s hier das große Küchenkräuter-ABC mit den wichtigsten Informationen im Überblick:

Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, und Co. - Was passt wozu?

Bärlauch:

Bärlauch wird auch Waldknoblauch genannt, da der Geschmack und der Geruch der Pflanze sehr an Knoblauch erinnern. Köchin Dana Burde empfiehlt ihn in Pesto, hellen Soßen und Suppen, Risotto oder Nudeln. Bärlauch fördert die Verdauung, senkt den Blutdruck und soll durch seine Gefäß reinigende Wirkung Arteriosklerose vorbeugen, und damit das Risiko eines Herzinfarktes und eines Schlaganfalls verringern.

Basilikum:

Basilikum ist eins der meistgenutzten Gewürze in der deutschen Küche. Dabei passen die aromatischen, leicht scharfen Blätter der Pflanze vor allem gut zu mediterranen Gerichten, wie Anti-Pasti, Pasta oder Tomate-Mozzarella-Salat. Basilikum ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. „Das besondere Talent von Basilikum ist, dass es die Verdauung anregt und die Leber stärkt“, sagt Ärztin Anne Fleck im RTL-Interview.

Beifuß:

Beifuß kommt meistens nur in der Weihnachtszeit auf den Teller. Dabei passt der Beifuß mit seinem leicht bitteren, herben Geschmack auch gut zu Bohnen und Pilzen. Außerdem hilft der Beifuß bei Magen-Darm-Beschwerden und wirkt beruhigend und durchblutungsfördernd.

Dill:

Da Dill oft mit Gurken eingelegt wird, wird er auch als Gurkenkraut bezeichnet. Der süßlich-herbe Geschmack passt aber nicht nur zu Gurke, sondern zum Beispiel auch zu Fisch, Butter und hellen Soßen, so Köchin Dana Burde. Dill hat eine blähungslindernde und beruhigende Wirkung und ist reich an Vitamin C, B, E, Kalium, Calcium und Natrium.

Estragon:

Estragon ist der Hauptbestandteil der Sauce béarnaise. Beim Zerreiben der schmalen Blätter verströmt ein süßlicher Duft, der leicht an Anis erinnert. Estragon passt hervorragend zu Fleisch- und Fischgerichten, Eiern und Kartoffeln. Als Heilpflanze wird er unter anderem bei Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, zur Entgiftung und als Appetitanreger eingesetzt.

Kerbel:

Kerbel ist ein pfeffriges, süßliches Kraut, das geschmacklich an Fenchel, Anis oder Petersilie erinnert. Kerbel wird gern zu Suppen gegessen und wird deshalb auch „Suppenkraut“ genannt. Man kann Kerbel aber auch gut mit Eiern oder Fisch kombinieren. Ihm wird eine blutreinigende, entschlackende Wirkung nachgesagt. Außerdem wirkt Kerbel entzündungshemmend und stoffwechselanregend.

Koriander:

Die süßliche Würze des Korianders macht sich besonders gut in asiatischen Salaten oder Currygerichten. Aber auch in Form von Smoothies oder Tees kann man Koriander zu sich nehmen. Koriander hilft bei Verdauungsbeschwerden, chronischen Entzündungserkrankungen, Infektionen und hat eine entgiftende Wirkung.

Kresse:

Kresse wird meistens als Deko für Brote und Salate verwendet. Dabei hat die Kresse mit ihrem leicht scharfen Geschmack auch viele gesundheitliche Vorteile, wie Ärztin Anne Fleck erklärt: „Faszinierenderweise hat die Kresse viel Vitamin C, viel Vitamin A, viel Eisen und Folsäure und das ist besonders spannend für Schwangere und Stillende.“

Liebstöckel:

Diese Pflanze ist auch als „Maggikraut“ bekannt. Mit der Firma „Maggi“ hat der Liebstöckel zwar nicht zu tun, hat dafür aber einen ähnlich intensiven und würzigen Geschmack. Der macht sich besonders gut in Suppen, Salaten, Eintöpfen oder zu Fisch und Fleisch. Ein Aufguss aus Liebstöckel kann entwässernd und entgiftend wirken. Liebstöckel-Tee hilft unter anderem bei Harnwegsinfektionen, Menstruationsbeschwerden und fördert die Verdauung. Aber Achtung: Schwangere und Menschen mit Nierenerkrankung sollten Liebstöckel aufgrund seiner harntreibenden und entkrampfenden Wirkung besser meiden.

Lorbeer:

Der Lorbeer gilt als Glücksbringer und Machtsymbol. Seine Blätter verströmen einen aromatisch-würzigen Duft. Durch den intensiven Geschmack reicht es, wenn man sie sparsam verwendet, z.B. in Suppen, Rotkohl, oder Fleischgerichten. Lorbeer hat eine verdauungsfördernde und schleimlösende Wirkung. Als Badezusatz oder Öl kann Lorbeer auch bei Gelenk- und Muskelschmerzen helfen.

Köchin Dana Burde und Reporterin Josephine Kahnt mit Schnittlauch und Rosmarin in der Hand
Köchin Dana Burde und Reporterin Josephine Kahn wissen, wie gesund Kräuter sind. © RTL NewMedia

Majoran:

Majoran hat einen süßlich-herben Geruch und passt besonders gut zu herzhaften Gerichten, wie Wurst, Aufläufen oder Kartoffel-Suppe. Er kann bei Magen- und Darmbeschwerden helfen und wirkt beruhigend. Allerdings sollte Majoran nie länger als zwei Wochen angewendet werden, da der langfristige Gebrauch zu Kopfschmerzen führen kann. Auch Schwangere sollten das ätherische Öl des Majorans meiden, da es die Gebärmutter stimulieren kann.

Minze:

Die Minze hat einen mentholartigen, frischen Geschmack und Geruch. Man kann sie nicht nur als Tee zu sich nehmen, sondern auch in Soßen oder Salaten. Minze hat den positiven Nebeneffekt, dass sie bei Erkältungen, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden hilft.

Oregano:

Oregano, mit Betonung auf dem „E“, ist ein würziges, intensives Kraut, das wunderbar zu mediterranen Gerichten, wie Pizza, Tomatensoße oder griechischem Salat passt. Als Öl kann Oregano auch bei Husten, Hals-, Zahn- und Bauchschmerzen helfen. Zu viel Oregano kann allerdings die Leber schädigen.

Petersilie:

Petersilie ist ein echtes Superkraut. Sie eignet sich nicht nur gut zum Würzen von Suppe, hellen Soßen oder Kartoffeln, sondern ist auch reich an Vitamin C und Eisen. Petersilie wirkt entgiftend, spendet Energie und kann bei Magen-Darm-Beschwerden und Herz- und Nierenerkrankungen helfen. Tipp von Ärztin Anne Fleck: Petersilie hilft auch gegen Mundgeruch, nachdem man Knoblauch gegessen hat!

Rosmarin:

Rosmarin hat einen intensiv-würzigen Geschmack. Köchin Dana Burde empfiehlt zu dem mediterranen Gewürz Fleisch, dunkle Soßen, Suppen, Kartoffeln oder Grillgemüse. Rosmarin ist durchblutungsfördernd, krampflösend und verdauungsfördernd. Außerdem soll der Duft von Rosmarin die Konzentration stärken.

Salbei:

Der Name Salbei kommt ursprünglich vom lateinischen „salvus“, was „gesund“ bedeutet. Salbei ist eine gute Ergänzung zu italienischen Gerichten, wie Ravioli und Pasta. Er lindert Halsschmerzen und gilt als Schweißhemmer. Obendrein kann Salbei die Wundheilung unterstützen und bei Insektenstichen helfen. In der Schwangerschaft sollte man auf Salbei verzichten und auch von einer langfristigen Einnahme wird abgeraten.

Schnittlauch:

Der leicht scharfe Schnittlauch ist eins der beliebtesten Küchenkräuter. Er passt gut zu Rührei, Brot oder Salat. Schnittlauch hilft bei Verstopfung, kann Darmerkrankungen vorbeugen und reguliert den Blutdruck.

Thymian:

Thymian hat einen frisch-aromatischen Geschmack mit einer bitteren Note. Man kann ihn gut zu Auflauf, Ratatouille, Fleisch oder Fisch essen. Auch als Tee kann man ihn trinken. Die starken ätherischen Öle darin helfen bei Husten und Atemwegsinfekten. Als Tinktur wird Thymian auch bei Gicht, Verstauchungen und Wunden verwendet.

Empfehlung

Rezept der Woche

Beerentorte mit Rosmarin

Beerentorte mit Rosmarin

Benutzerbild von Divina
Rezept von Divina
vom 07.05.2022
20 Min
mittel-schwer
günstig
(7)