Sirup selbst herstellen: So geht's!

Sirup selber machen
Aus Sirup lassen sich köstliche Mixgetränke herstellen.

Leckeren Sirup selbermachen

An ihn verbindet uns so manch erfrischend-süße Erinnerung der Kindheit, der Sirup. Bunt und klebrig bringt der Himbeer- oder Waldmeister so manche Kinderaugen zum Leuchten. Und für uns Erwachsene wäre des Deutschen Lieblings-Drink, der Hugo, nicht denkbar.

Doch Sie müssen nicht auf den industriell hergestellten Sirup zurückgreifen, um Farbe und Geschmack in Ihr Getränk zu bringen. Denn der dickflüssige Saft aus der Fabrik enthält meist viele künstliche Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe. Da ist es doch viel schöner, frische Früchte zu Sirup zu verarbeiten. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, denn Sirup lässt sich aus allen gängigen Obstsorten herstellen. Neben Klassikern wie Himbeere oder Waldmeister können Sie Äpfel, Zitrusfrüchte, Beeren und Steinobst verwenden. Aber auch ungewöhnliche Zutaten wie Granatapfel und Quitte, Blüten, Kräuter, Nüsse oder gar Fichtennadeln können die Grundlage für köstliche Sirups bilden. Oder machen Sie Sirup auf der Basis von Früchtetee oder Kaffee und geben Sie Gewürze und andere Aromen hinzu. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.

Sirup selbst zu machen, ist gar nicht so schwer, wie manche glauben. Sie müssen nur ein paar Regeln beachten, die oberste Priorität dabei ist Sauberkeit. Die Grundlage ist immer Wasser und Zucker, wobei das Mischungsverhältnis variieren kann. Normaler Haushaltszucker reicht. Ob Sie auf einen Liter Wasser ein oder bis zu zwei Kilogramm nehmen, hängt von Ihrem Geschmack und der jeweiligen Zutat ab. Zuviel Zucker sollten Sie jedoch nicht verwenden, damit der Sirup nicht geliert, denn einige Früchte enthalten mehr Pektin als andere. Notfalls kann man den zu festen Sirup noch einmal mit Wasser aufkochen, bis er die gewünschte Konsistenz hat.

Bei der eigentlichen Sirupherstellung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder entsaften Sie die Früchte, indem Sie sie mit ein wenig Wasser aufkochen lassen. Sie können auch einen Dampfentsafter dafür nehmen. Bei zarten Zutaten wie Holunderblüten lassen Sie diese am besten lediglich in Wasser ziehen. Dann kochen Sie die Masse oder Flüssigkeit mit dem Wasser und dem Zucker auf. Oder Sie kochen die Zutaten direkt mit Zucker und Wasser auf. Alles rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Nicht zu lange kochen lassen, denn je mehr Flüssigkeit verdampft, desto zäher wird die Flüssigkeit. Den Sirup abseihen und noch heiß mit einem Trichter in die Gefäße füllen, um die Gefäßöffnung nicht zu verschmutzen wird. Die Gefäße sollten warm sein, damit das Glas nicht platzt. Sofort gut verschließen. Wenn der Sirup kühl und dunkel gelagert wird, kann er bis zu einem Jahr halten. Geöffnete Flaschen sollten innerhalb von ein paar Tagen verbraucht werden.

Den fertigen Sirup können sie mit Mineralwasser mischen oder mit Sekt und Weine tolle Getränke mixen. Das Mischungsverhältnis hängt von der Süße des Sirups ab – meist passt 1:7 gut. Außerdem schmeckt der Sirup lecker mit Quark und Joghurt verrührt.

Mit Ihrem selbstgemachten Sirup können Sie jetzt die Früchte des Sommers auch in der kalten Jahreszeit genießen. Und Ihren Vitaminhaushalt können Sie mit Zutaten wie Holunder und Sanddorn gut auf Trab bringen.

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