Sirtfood-Diät: Abnehmen mit Wein und Schokolade – so funktioniert die Genießer-Diät!

Zwei Gläser Rotwein mit Zartbitterschokolade.
Bei der "Sirtfood"-Diät darf zum Gläschen Rotwein Schokolade genascht werden. © iStockphoto

Sängerin Adele hat mit der Sirtfood-Diät abgenommen

Unfassbare 30 Kilo hat Sängerin Adele abgenommen. Auf Fotos ist die Sängerin kaum wiederzuerkennen. Nun hat sie das Geheimnis ihres Gewichtsverlusts verraten: Ihre Kilos hat sie dank der Sirtfood-Diät verloren. Wie funktioniert die Wunder-Diät, bei der sogar Schokolade und Wein erlaubt sind?

Was macht die Sirtfood-Diät so effektiv?

Der Name der Diät leitet sich vom Eiweiß Sirtuin ab. Bei den Sirtuinen handelt es sich um eine Gruppe von Enzymen. Im menschlichen Körper sind sieben Varianten davon wirksam und steuern diverse Stoffwechsel- und Zellalterungsprozesse. Sirtuine wirken wie ein natürlicher Stoffwechselbooster: Sie kurbeln einerseits den Fettabbau an und beschleunigen andererseits den Muskelaufbau. Beides zusammen ist die effektivste Methode, um abzunehmen (Buch-Tipp dazu: "Abnehmen mit Sirtfood"*). Ihre Aktivität kann zum einen durch Medikamente beeinflusst werden – zum anderen aber auch durch einen bestimmten Speiseplan, wie die Ernährungsmediziner Aidan Goggins und Glen Matten aus den USA behaupten. Somit ist das Ziel der Diät, möglichst viele Lebensmittel zu essen, welche die Sirtuine im Körper aktivieren.  

Gerbstoffhaltige Lebensmittel kurbeln den Stoffwechsel an

Dazu zählen zum Beispiel Avocados, Blaubeeren, Brokkoli, Knoblauch, Rucola, Soja und Walnüsse. Wer darunter jetzt noch nicht seinen absoluten Lieblingssnack gefunden hat, wird sich vielleicht freuen, dass auch grüner Tee, schwarzer (!) Kaffee, Rotwein und – Trommelwirbel! – dunkle Schokolade unter den Stoffwechsel-Boostern gehören. Der Schlüssel zum Erfolg der Sirtfood-Diät ist der hohe Anteil an Polyphenolen, also Gerbstoffen, die in den empfohlenen Lebensmitteln enthalten sind. Die Gerbstoffe sind es, welche die verschiedenen Sirtuine im Körper aktivieren und so den Fettabbau beschleunigen. Sie zählen zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und finden sich – mit Ausnahme von Garnelen – ausschließlich in pflanzlichen Produkten. Daher eignet sich die Diät ideal für Vegetarier und Veganer, während sie Fleischfans vor eine große Herausforderung stellt.

Ohne Disziplin kein Erfolg!

Ernährungswissenschaftlerin Ursula Klein mit Lebensmitteln für die "Sirtfood"-Diät.
Ernährungswissenschaftlerin Ursula Klein erklärt, was alles zu den Sirtfoods gehört. © RTL

Die Sirtfood-Diät verspricht einen Gewichtsverlust von drei Kilo innerhalb von zwei Wochen. Doch ganz ohne Beschränkungen funktioniert auch diese Abspeckmethode nicht: In den ersten drei Tagen beträgt die tägliche Energiezufuhr nur 1.000 Kilokalorien, ab dem vierten Tag sind dann 1.500 Kilokalorien pro Tag erlaubt. Und die sollten natürlich nicht nur aus Alkohol und Süßem zusammengestellt werden, erklärt Ernährungsberaterin Ursula Klein: "Ich empfehle maximal ein Glas Rotwein am Abend und ein paar Stücke dunkle Schokolade am Nachmittag, dann kommt man auch mit der Kalorienempfehlung bestens zurecht." Aber bringt das wirklich dauerhaften Erfolg?

Schneller Gewichtsverlust basiert auf reduzierter Kalorienzufuhr

"Ob das jetzt besser oder schlechter ist als andere Diäten ist, bleibt offen – bis jetzt ist darüber noch gar nichts bekannt", so Allgemeinmediziner Till Lührs. Tatsächlich gibt es bisher noch keine wissenschaftlichen Belege über die Wirksamkeit der Sirtfood-Diät. Klar ist: Wer seine Kalorienzufuhr für mehrere Tage oder Wochen auf 1.000-1.500 Kilokalorien beschränkt, nimmt zwangsläufig ab. Ein hoher Anteil der oben genannten gerbstoffhaltigen Lebensmittel auf dem täglichen Speiseplan verhindert jedoch den Abbau von Muskeln, ein unerwünschter Nebeneffekt vieler anderer Diäten. Dies macht die Sirtfood-Diät besonders wirksam.

So beugen Sie dem Jo-Jo-Effekt vor

Eines hat die Sirtfood-Diät mit anderen Diäten gemeinsam: Bei Menschen, die nach einer Diät einfach weiter essen wie zuvor, ist der Jo-Jo-Effekt vorprogrammiert. Das liegt daran, dass unser Körper auf das Speichern von Energie programmiert ist. Wer sein Gewicht halten möchte, sollte versuchen, die tägliche Kalorienzufuhr auf 2.000 bis 2.500 Kilokalorien pro Tag zu beschränken und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Dazu zählt der Konsum von überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst, vielen Vollkornprodukten und ungesättigten Fetten, wie sie in Pflanzenölen und fettem Seefisch stecken. Zucker, Salz und gesättigte Fette sollten im Gegenzug nur in Maßen konsumiert werden. Auf diese Weise können Sie einer erneuten Gewichtszunahme am besten vorbeugen.

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