Schokolade im Kühlschrank lagern? Experten raten davon ab!

ARCHIV - Ein Model beißt am 24.01.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) in eine Tafel Schokolade. Vom 28. bis 31. Januar stellen auf der   Internationalen Süßwarenmesse ISM mehr als 1600 Anbieter aus rund 60 Ländern ihre Neuheiten an Süßwaren und Snacks
Schokolade aus dem Kühlschrank? Besser nicht © dpa, Oliver Berg, obe fpt olg

Schoko-Gourmets, aufgepasst!

Gehören Sie zu den Menschen, die Schokolade am liebsten eiskalt und super knackig direkt aus dem Kühlschrank naschen? Das klingt im ersten Moment verlockend: Sie verklebt die Finger nicht so schnell, hat eine angenehme Konsistenz und schmilzt im Mund zart auf der Zunge. Lecker. Doch Experten sind sich einig: Schokolade gehört unter keinen Umständen in den Kühlschrank. Und das ist der Grund. 

Schokolade aus dem Kühlschrank: Luke Owen Smith hält davon gar nichts

Klar, besonders, wenn die Temperaturen steigen, wirkt es sinnvoll, Schokolade im kalten, dunklen Kühlschrank aufzubewahren. Doch dabei gilt: Je hochwertiger die Sorte, desto schlimmer das Vergehen. Zumindest für Experten. Immer wieder raten die Kenner von der Lagerung im Kühlschrank ab, darunter auch der neuseeländische Schokoladenkenner Luke Owen Smith. Der "Chocolate Judge" kennt sich bestens aus und kämpft seit Jahren in den internationalen Medien gegen diesen für ihn scheinbar desaströsen Fehler. 

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Schokolade ideal lagern: 3 Regeln

​​Als Gründe für das Kühlschrank-Verbot führt Luke Owen Smith drei Haupt-Punkte an. Eine gute Tafel habe ähnlich komplexe Aromen wie ein hochwertiger Wein, die Lagerung spiele bei der kakaohaltigen Leckerei aber eine besonders wichtige Rolle. Diese Regeln sind dafür entscheidend.

  1. Trockene 15 Grad: Kühl – aber nicht kalt und bei nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit: So entfaltet Schokolade ihre Aromen am besten. Textur, Schmelzpunkt und Aromen kommen hier ideal zur Geltung. Ein Kühlschrank sägt mit seinen niedrigen Temperaturen einen Teil des Geschmacks einfach ab. 
  2. Schwankungen vermeiden: Temperaturwechsel und Luftfeuchtigkeit machen sich optisch und geschmacklich schnell auf der Schokolade bemerkbar. Kennen Sie die weißen Flecken und Streifen an älterer Schokolade? Die sind zwar unschädlich, aber schmälern den Genuss – und die entstehen durch schlechte Lagerung, beispielsweise im Kühlschrank. 
  3. Kühlschrank-Duft: So ist das nun mal mit Lebensmitteln: sie nehmen im Kühlschrank Gerüche und Aromen anderer Produkte an. Schokolade gilt als besonders anfällig. Auch deshalb ist die Lagerung im Kühlschrank nicht empfehlenswert. 

Und was ist im Hochsommer, wenn es einfach zu warm ist?

Junge Frau steht in der Küche und beißt in eine Tafel Bitterschokolade. Auf der Küchenzeile steht eine Schüssel mit Kartoffelchips.
Schokolade aus dem Kühlschrank holen und direkt naschen? Keine gute Idee. © iStockphoto, DenizA

Wie bei jeder Regel gibt es auch hier Ausnahmen. Wenn der Sommer die Temperaturen nach oben schraubt und die Schokolade tatsächlich nicht mehr ohne zu schmelzen im Raum gelagert werden kann, kommen Sie um einen guten Platz im Kühlschrank nicht herum. Mit diesen Tricks schützen Sie die Schokolade und ihre wertvollen Aromen: 

  1. Einwickeln: Verpacken Sie die Schokolade möglichst luftdicht. Beispielsweise in einer Brotdose* 🛒. So verhindern Sie, dass die Süßigkeit fremde Gerüche annimmt und durch Kondensationswasser feucht wird. 
  2. Abwarten: Lassen Sie die Schokolade nach dem Herausnehmen noch einige Zeit offen im Raum stehen. So kommt sie langsam und schonend auf die gewünschte Temperatur von 15 Grad. 

Tipp: Kaufen Sie immer nur bei echtem Bedarf und achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Das kann bei Schokolade tatsächlich einen echten Geschmacksunterschied machen. Und Sie schützen sich selbst vor der einen oder anderen Naschattacke. 

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