Rindfleisch: Das schmackhafte Fleisch steht bei Feinschmeckern hoch im Kurs

So gelingt das perfekte Steak
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Rindfleisch auf dem Tisch: Braten, Steak, Burger oder Wurst

Die Bezeichnung Rindfleisch steht für das Fleisch verschiedener Rinderrassen. Dazu zählen alle Arten von Hausrindern, aber auch Wildrassen wie Bisons und Büffel. Aufgrund seiner Vielfältigkeit steht Rindfleisch bei Feinschmeckern wie Köchen hoch im Kurs. Bei der Verwendung in der Küche unterscheidet man zwischen 14 Teilstücken des Rindes. Davon sind manche sehr saftig und durchwachsen, während andere eher mager und fest sind.

Nützliche Infos zu Rindfleisch
Rindfleisch: So unterschiedlich lässt es sich zubereiten © fooddesign

Geschichte und Herkunft von Rindfleisch

Wann genau die Menschen das schmackhafte Fleisch für sich entdeckten, kann nicht genau nachgewiesen werden. Fest steht, dass schon Moses von mageren und fetten Rindern sprach. Überhaupt enthält die Bibel mehrere Hinweise darauf, dass Kühe schon vor langer Zeit als Arbeitstiere, aber auch als Nahrungsquelle hochgeschätzt waren. Die ersten Wildrinder dürften in Asien und Afrika gelebt haben.

Sorten und Geschmack von Rindfleisch

Bei den Rindfleischsorten unterscheidet man zwischen Geschlecht, Alter und der Zeit vor und nach dem Kalben. So gibt es unter anderem Jungrind- beziehungsweise Jungbullenfleisch, Bullenfleisch und Ochsenfleisch (Fleisch von kastrierten Bullen). Die Bezeichnung Kalbfleisch gilt, wenn die Schlachttiere maximal sechs Monate alt und leichter als 200 kg waren. Generell zeichnet sich Rindfleisch durch einen kräftigen, aromatischen Geschmack aus, wobei Kalbfleisch als besonders fettarm und milder gilt.

Rindfleisch: Saison und Einkauf

Eine spezielle Saison für Rindfleisch gibt es nicht. Es wird das ganze Jahr über im Supermarkt angeboten. Beim Einkauf gilt es zu beachten, wie man das Fleisch zubereiten möchte. Soll es besonders zart und saftig sein, empfiehlt sich das Fleisch von Jungtieren. Werden die Tiere älter, wird das Fleisch dunkler und kräftiger im Geschmack. Allerdings ist es dann auch trockener. Ochsenfleisch steht im Ruf, den kräftigsten Geschmack zu besitzen. Da verschiedene Gerichte auch unterschiedliche Arten von Rindfleisch erfordern, sollte man sich hier vom Metzger seines Vertrauens beraten lassen.

Lagerung von Rindfleisch

Rindfleisch muss nach dem Kauf kühl gelagert werden. Da die optimale Lagertemperatur maximal 4 °C beträgt, sollte es an der kältesten Stelle im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die mögliche Lagerdauer hängt von der Größe bzw. der Oberfläche ab. Hackfleisch verdirbt beispielsweise schneller als ein Steak. Die durchschnittliche Lagerdauer des Steaks beträgt drei bis vier Tage. Bei Geschnetzeltem und Gulasch sind es maximal zwei Tage. Hackfleisch sollte nicht länger als acht Stunden gelagert werden.

Zubereitung und Haltbarmachen von Rindfleisch

Rindfleisch ist vielseitig verwendbar. Sie können es braten, kochen, grillen und schmoren. Letztlich bestimmt die Art des Rindfleischs darüber, welche Art der Zubereitung jeweils optimal ist. Sollten Sie einmal mehr Fleisch haben als Sie brauchen, können Sie das übrige Rindfleisch einfrieren. Es lässt sich bis zu zwei Monate in der Tiefkühltruhe lagern. Wenn Sie die einzelnen Stücke mit einem Datum versehen, kann nichts schiefgehen. Mit etwas Geduld kann aus einem Stück Rindfleisch, Salz und Gewürzen ein zarter, luftgetrockneter Schinken werden, der lange aufbewahrt werden kann.

Nährwerte von Rindfleisch

Eine exakte Angabe der Nährwerte ist unmöglich, da sie bereits bei ein und demselben Rind stark variieren. So weist das Brustfleisch andere Nährwerte auf, als es beim Rinderhals der Fall ist. Ebenso hat Kalbfleisch andere Nährwerte. 100 Gramm Rinderhackfleisch, bestehend aus 85 % magerem Fleisch und 15 % Fett, enthalten nach dem Grillen im Ofen circa 250 Kalorien. Bei einem Lendenbraten sind es etwa 324 Kalorien pro 100 Gramm. Generell gilt, dass Rindfleisch sehr viel gesundes Eisen wie auch hochwertiges Eiweiß enthält. Auch das für den Stoffwechsel so wichtige Niacin ist im Rindfleisch in großzügiger Menge enthalten.

Was enthält das Produkt, ist es gesund und wenn ja, weshalb?

Rindfleisch versorgt den menschlichen Körper mit lebenswichtigen Fettsäuren, Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen. Durch den niedrigen Fettanteil eignet es sich daneben auch zum Abnehmen. Wie verhält es sich beim mageren Kalbfleisch mit Kalorien? Hier gilt ein Durchschnitt von 172 Kalorien je 100 g Fleisch. Beim Muskelfleisch sind es sogar nur 120 Kalorien.

Besonderheiten und No-Gos bei Rindfleisch

Gourmets schätzen das Fleisch des Angus-Rinds besonders. Es ist kurzfaserig und soll intramuskuläres Fett enthalten - zwei Dinge, die für einen besonders guten Geschmack verantwortlich sein sollen. Freunde von Rindersteak schätzen es besonders, wenn dieses im Inneren noch blutig ist. Da gerade rohes Fleisch Keime enthalten kann, sollte man auf dieses Vergnügen verzichten, wenn man nicht sicher ist, ob das Fleisch auch fachgerecht transportiert und gelagert wurde.

Was darf man mit Rindfleisch auf gar keinen Fall tun? Wofür eignet sich Rindfleisch besonders gut?

Sollte das Fleisch in der Verpackung "nässeln", übel riechen oder schmierig sein, dürfen Sie es auf keinen Fall mehr essen. In dem Fall ist es verdorben und muss umgehend entsorgt werden. Rindfleisch ist ein idealer Bestandteil einer fettarmen und gleichzeitig eiweißreichen Ernährung. In manchen Gegenden der USA ist es üblich, gekochtes Rindfleisch (ohne Sauce) zum Frühstück zu servieren.

Zubereitungstipps und klassische Rezepte für Rindfleisch

Wenn Sie Kalbfleisch braten, sollten Sie das Öl nur dünn mit dem Pinsel auf dem Pfannenboden auftragen. Durch gelegentliches Rütteln der Pfanne verhindern Sie ein Anbrennen. So brauchen Sie weniger Fett. In manchen Fällen kann es notwendig sein, Rindfleisch zart zu machen. Dazu geben Sie sie es ca. 30 Minuten in die Gefriertruhe (es sollte nicht einfrieren) und bearbeiten es danach mit einem Fleischklopfer. Solche kleinen Tricks tragen oft wesentlich dazu bei, Klassiker wie das T-Bone-Steak noch besser zu machen. Weitere Rezepte, die Sie unbedingt ausprobieren sollten, sind das Filet Mignon, das Porterhouse Steak oder ein Gemüseeintopf mit Rindfleisch.

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vom 09.05.2021
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