Rhabarber: Der Frühlings-Frische-Kick!

Rhabarber: Der Frühlings-Frische-Kick!
Rhabarber ist schon lange in der modernen Küche angekommen. © Fotolia Deutschland

Rhabarber: Obst oder Gemüse?

Rhabarber ist längst schon in der modernen Küche angekommen. Die sauer-fruchtigen Stangen haben es in sich und können mehr als nur lecker sein.

Der Rhabarber, lateinisch Rheum, gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Insgesamt gibt es an die 60 Arten der Rhabarber-Gattung. Zu den genutzten Arten gehören der Gemeine Rhabarber, der Sibirische Rhabarber, der Chinesische Rhabarber und der Handförmige Rhabarber. Nicht alle Sorten werden für den Verzehr genutzt.

Der uns bekannte und in der Küche verwendete Rhabarber ist der Gemeine Rhabarber (Rheum rhabarbarum), kurz einfach nur Rhabarber genannt. Er ist in Ostasien beheimatet und dort schon seit über 4000 Jahren als Heilpflanze bekannt. Dass die dicken Stängel des Gewächses auch essbar sind, hat man erst vor circa 250 Jahren in England herausgefunden, nachdem sich der Rhabarber über Russland nach Europa verbreitete.

Aufgrund seiner Zubereitungsart denken bei Rhabarber viele an Obst. Dabei handelt es sich um Frühjahrsgemüse, das mit dem Sauerampfer verwandt ist.

Das saftige Fruchtfleisch wird vorzugsweise für Kompotte, süße Nachspeisen und Kuchen verwendet. Im Gegensatz zu den meisten Obstsorten kann Rhabarber schon ab April geerntet werden. Das macht die Kulturgemüsepflanze nicht nur bei Hobbyköchen besonders beliebt, sondern auch bei Ernährungsbewussten, denn Rhabarber ist der ideale Begleiter für eine Frühjahrsdiät.

Man unterscheidet vier Rhabarbersorten, die sich hinsichtlich des Geschmacks und der Farbe von Fruchtfleisch und Stiel unterscheiden. Sehr sauer und daher für Dessert-Zubereitungen mit mehr Zucker geeignet sind grüne Stangen mit ebenfalls grünem Fruchtfleisch. Haben die Stangen eine rote Haut, ist der Geschmack herber, weniger sauer und für Backwaren und auch herzhafte Gerichte optimal. Ein roter Stiel und rotes Fruchtfleisch deuten auf eine sehr milde Sorte, die ein feines Aroma hat und sich für Obstsalate und Eingekochtes eignet. Im Treibhaus kultivierte Gemüsepflanzen sind hellrot, sehr zart und leicht säuerlich im Geschmack.

Frische-Kick und extra Portion Mineralien

Frühjahrsmüde können sich mit Rhabarber eine extra Portion Vitalität und Mineralien holen. Die genießbaren Blattstiele enthalten nämlich viel Vitamin C und Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium. Außerdem ist Rhabarber reich an Vitamin K. Dieses Vitamin ist für die Blutgerinnung verantwortlich.

Im Fruchtfleisch stecken neben Apfel- und Zitronensäure, Pektin, Bitter- und Gerbstoffe auch Ballaststoffe, die eine gute Verdauung unterstützen. Das ist insbesondere auch für diejenigen wichtig, die noch an ihrer Bikinifigur arbeiten wollen. Zudem enthalten 100 Gramm Rhabarber auch nicht mehr als 17 Kilokalorien.

Bei Nierensteinen lieber auf Rhabarber verzichten

Die Inhaltsstoffe des Muntermachers sind allerdings auch der Grund dafür, dass er nur mit Bedacht und in Maßen verzehrt werden sollte. Wer unter Nierensteinen, Gicht, Rheuma oder Arthritis leidet, der sollte sogar ganz auf ihn verzichten, da die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure solche Erkrankungen fördern kann.

Joghurt, Milch, Quark und andere Lebensmittel, die viel Kalzium enthalten, können dem entgegenwirken. Der Verzehr von Rhabarber mit Milchprodukten kann wiederum ein stumpfes Gefühl an den Zähnen hervorrufen. Das liegt daran, dass die Oxalsäure mit dem Kalzium reagiert und in Form von Kalziumoxalat an den Zähnen haftet. Um diese etwas unangenehme Nebenwirkung zu mindern, helfen sorgfältiges Schälen der Rhabarberstangen und Blanchieren des Fruchtfleisches.

Rhabarber selber anbauen

Rhabarber lässt sich problemlos im eigenen Garten anbauen. Das Einzige, was beachtet werden muss, ist ein halbschattiger und sehr großzügig ausgelegter Standort. Die Pflanze braucht gut einen Quadratmeter, um sich ausbreiten zu können. Wer außerdem auf eine regelmäßige und kräftige Wasserzufuhr achtet, der kann ein Jahr später schon die erste Ernte einfahren. Ist der Ertrag sehr gut, können die Rhabarberstangen knapp eine Saison lang eingefroren werden. In ein feuchtes Tuch geschlagen ist Rhabarber nur ein paar Tage haltbar.

Empfehlung

Rezept der Woche

Kalbsfilet mit oder ohne Käsehaube

Kalbsfilet mit oder ohne Käsehaube

Benutzerbild von cockingcool
Rezept von cockingcool
vom 09.06.2021
20 Min
mittel-schwer
günstig
(12)