Keine Hefe zuhause? So können Sie die Backzutat selbst machen!

Drei Rezepte für Hefe
Hefe lässt sich ganz einfach selbst herstellen. © iStockphoto, iStock

Die meisten Zutaten haben Sie ohnehin zuhause

Hefe ist eine beliebte Backzutat - ob für Pizza, Brot oder Brötchen. Wenn Sie weder trockene noch frische Hefe zuhause haben und trotzdem nicht auf das Backen verzichten wollen, können Sie sie ganz einfach selbst machen. Und die meisten Zutaten haben Sie ohnehin schon in Ihrem Vorrat! Wir zeigen Ihnen mehrere Rezepte, die nicht viel Aufwand erfordern.

Hefe aus Weizenbier

Zutaten:

  • 100 Gramm lauwarmes Hefeweizen
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Weizen- oder Dinkelmehl
  • Einmachglas zum Abfüllen

Zubereitung:

Füllen Sie das Bier in das Einmachglas und geben Sie anschließend Zucker und Mehl hinzu. Verschließen Sie das Glas und schütteln Sie es so lang, bis sich Mehl und Zucker aufgelöst haben. Lassen Sie das Gemisch über Nacht an einem warmen Ort stehen. Am nächsten Tag ist Ihre selbstgemachte Hefe fertig! Die Menge entspricht circa einem Hefewürfel plus 100 Milliliter Wasser.

Einen Rest Hefe vermehren

Wenn Sie noch etwas Hefe übrig haben, können Sie sie vermehren.

Zutaten:

  • 1/2 Hefewürfel
  • 100 Milliliter lauwarmes Wasser
  • 100 Gramm Weizen- oder Dinkelmehl
  • 1 Esslöffel Zucker

Zubereitung:

Vermischen Sie die Zutaten miteinander und lassen Sie das Gemisch über Nacht gehen. Portionieren Sie es am nächsten Tag in Würfelgröße und verpacken Sie es luftdicht. So können Sie aus Ihren neu gewonnenen Hefewürfeln übrigens immer wieder neue Hefe züchten!

Hefe aus Obst

Zutaten:

  • 4 Esslöffel Rosinen, Datteln oder getrocknete Pflaumen
  • 1 Esslöffel brauner Zucker, Honig oder Agavendicksaft
  • 500 Milliliter lauwarmes Wasser
  • Einmachglas zum Abfüllen

Zubereitung:

Füllen Sie das getrocknete Obst mit dem Zucker bzw. der Zuckeralternative und dem Wasser in das Einmachglas. Verschließen Sie es und schütteln Sie es kräftig. Nach und nach sollten sich Bläschen bilden und das Wasser sollte immer trüber werden. Nach ca. drei bis acht Tagen ist der Prozess abgeschlossen und das Hefewasser kann zum Backen genutzt werden. Wie bei der Hefe aus Weizenbier entsprechen 100 Milliliter circa einem Hefewürdel plus Flüssigkeit. Der Teig muss etwas länger gehen als in einem Rezept mit Trockenhefe angegeben. Aber Achtung: Bei dieser Art der Hefeproduktion ist es schwierig zu vermeiden, dass sich auch unerwünschte Organismen vermehren. Für Menschen mit schwachem Immunsystem oder schwangere Frauen ist dieses Prozedere deshalb nicht zu empfehlen.

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