Reis-Rezept: Diese Zubereitungsmethode liefert kalorienarmen Reis

Mit diesem Trick hat Reis 60 Prozent weniger Kalorien
Mit diesem Trick hat Reis 60 Prozent weniger Kalorien 00:25

Anteil resistenter Stärke in Reis lässt sich erhöhen

Reis ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken. Aber auch in anderen Küchen ist Reis als Alternative zu Nudeln und Kartoffeln als Beilage beliebt. Problematisch ist der relativ hohe Kaloriengehalt der Kohlenhydrate. Denn nicht nur in den Industrienationen steigt der Anteil übergewichtiger Menschen kontinuierlich, sondern auch in den Schwellenländern, in denen viel Reis verzehrt wird. Das brachte den Studenten Sudhair James vom College of Chemical Sciences in Colombo in Sri Lanka auf eine Idee: Er hat eine Kochmethode entwickelt, durch die Reis weniger Kalorien liefert.

Nicht erst seit Low Carb angesagt ist, empfinden viele den relativ hohen Kaloriengehalt von Kohlenhydraten als problematisch. Viele essen mittlerweile deutlich weniger Nudeln, Reis, Brot und Co. als noch vor einigen Jahren, andere verzichten ganz darauf, um abzunehmen und ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Das Problem an Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, die vor allem in Reis und Kartoffeln steckt: Sie werden im Körper aufgespalten und in Zucker umgewandelt. Essen wir mehr davon, als unser Körper verbraucht, wird der Zucker in Fett umgewandelt und in den Fettdepots gespeichert.

Es gibt jedoch eine Gruppe von Kohlenhydraten, die unser Dünndarm nicht abbauen kann und die somit unverdaut im Dickdarm landen – die sogenannte resistente Stärke (RS). Diese verhält sich im Dickdarm wie ein Ballaststoff und liefert durch die Tatsache, dass sie nicht aufgespalten wird, weniger Energie als normale Stärke.

Diese Koch-Methode liefert kalorienarmen Reis

Diese Tatsache hat Sudhair James auf die Idee gebracht, eine Methode zu entwickeln, um den Anteil resistenter Stärke in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Reis zu erhöhen. Seine Hypothese: Der Gehalt an resistenter Stärke lässt sich durch die Zubereitung des Reis beeinflussen und somit auch erhöhen. Um seine Theorie zu belegen, hat er zunächst den RS-Anteil von insgesamt 38 verschiedenen Reissorten bestimmt. Dieser lag zwischen 0,3 und 4,6 Prozent. James hat diejenige Reissorte mit dem geringsten Gehalt an resistenter Stärke für seinen Versuch gewählt.

Folgende Koch- und Zubereitungsmethode hat sich als optimal herausgestellt, um den Anteil an resistenter Stärke in Reis auf das Zehnfache zu erhöhen: Erhitzen Sie zunächst wie gewohnt Wasser in einem Kochtopf. Geben Sie die gewünschte Menge Reis hinzu, wenn das Wasser kocht. Gleichzeitig fügen Sie einen Teelöffel Kokosöl pro Tasse Reis hinzu. Durch die Zugabe des Öls bildet der Reis einen Stärke-Fett-Komplex, der erschwert, dass die Stärke in Zucker umgewandelt wird. „Der Blutzuckerspiegel steigt nicht so schnell an, der Fettstoffwechsel wird beschleunigt“, erklärt der Chemie-Student die Wirkungsweise des so gekochten Reis im Körper. Lassen Sie den Reis anschließend abkühlen und geben Sie ihn für mindestens zwölf Stunden in den Kühlschrank. Dadurch können sich die durchs Kochen gelösten Wasserstoffverbindungen wieder verfestigen, was ebenfalls dazu beiträgt, dass die Stärke resistenter wird gegenüber den Verdauungsenzymen – sprich, sie kann nicht so leicht verdaut und in Zucker umgewandelt werden. Folglich liefert der Reis weniger Kalorien. James empfiehlt, den Reis anschließend in der Mikrowelle zu erhitzen.

Wenn Sie Ihren Reis auf diese Weise kochen, liefert das Getreide mindestens zehn bis 15 Prozent weniger Energie beziehungsweise Kalorien als normal. Der Chemie-Student will seine Versuche fortsetzen und die Methode auch auf andere Reissorten anwenden. Er geht davon aus, dass – je nach Reissorte - eine Kalorienersparnis von bis zu 60 Prozent möglich sein wird.

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