Pommes aus der Tiefkühle im Test: Vier Marken sind schlecht

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Pommes enthalten noch immer Schadstoffe

Fast die Hälfte der Tiefkühl-Pommes-frites enthalten Schadstoffe wie das krebserregende Acrylamid und Fettschadstoffe. Vier Produkte können Sie bedenkenlos kaufen, von vier anderen sollten Sie die Finger lassen.

Das Testergebnis der von 'Öko-Test’ untersuchten Tiefkühl-Pommes-frites ist durchwachsen. Vier Produkte schnitten schlecht bis richtig schlecht ab. Denn vor allem das billige mit Fettschadstoffen belastete Palmöl ist immer noch in einigen Produkten enthalten. Neben dem krebserregenden Acrylamid sind die sogenannten 'Fettschadstoffe 3-MCPD-Ester’ ein Problem. Sie entstehen durch die industrielle Reinigung der Öle, die Raffination. Hochwertiger ist hingegen Sonnenblumenöl. Doch nicht alle Hersteller verwenden es, obwohl die Problematik des Palmöls bekannt ist. Auch die Acrylamidbelastung ist in einigen Pommes noch immer zu hoch. Besonders Markenprodukte weisen erhöhte Werte von Acrylamid auf. Die Noten 'mangelhaft’ und 'ungenügend’ bekamen die Pommes frites von Aviko, Marena, Eismann und Real. Die letzten beiden enthalten außerdem noch den bedenklichen Fettschadstoff Glycidylester.

'Sehr gut' für No-Name-Fritten

Ein lobenswertes 'sehr gut’ gab es hingegen für die Fritten von Aldi, Netto, Norma und Edeka. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie keine überflüssigen Zusätze wie Farbstoffe, Verdickungsmittel, Phosphate und ähnliches enthalten.

Die getesteten Marken- und Bio-Produkte befinden sich in den Bereichen 'gut’ und 'befriedigend’. Minuspunkte erhielten sie wie erwähnt hauptsächlich durch erhöhte Acrylamid-Werte.

Pommes 'gesund' zubereiten

Wenn Sie nun vor der Tiefkühl-Truhe stehen und möglichst gesunde Pommes frites kaufen möchten, achten Sie auf die Angabe des enthaltenen Fetts. Meiden Sie Produkten, die 'pflanzliche Öle’ enthalten. Damit ist meistens das minderwertige Palmöl gemeint. In der Regel können Sie sich bei der Angabe 'mit Sonnenblumenöl’ darauf verlassen, das auch wirklich Sonnenblumenöl bei der Herstellung verwendet wurde. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, denn bei zwei Produkten gab es laut Öko-Test einen Etikettenschwindel: Trotz Deklaration war neben dem Sonnenblumenöl auch Palmöl enthalten.

Bei der Zubereitung der Pommes können Sie selbst dazu beitragen, den Acrylamid-Wert niedrig zu halten: Backen Sie die Fritten nicht bei zu hoher Temperatur (maximal 200 Grad), so dass sie nicht zu dunkel werden und wenden Sie sie während des Backens.

In der Fritteuse sollten Sie Ihre Pommes bei maximal 175 Grad in raffiniertem Pflanzenöl wie Raps- oder Sonnenblumenöl zubereiten und ebenfalls nicht zu braun werden lassen.

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