Peganismus - was kann der neue Ernährungstrend?

Pegane Ernährung liegt voll im Trend
Total lecker: Ein peganer Salat zum Schlemmen. © iStock

Paleo + vegan = pegan und supergesund

Vegan war gestern, der aktuellste Trend auf Instagram heißt 'Pegan'. Erinnert Sie irgendwie an vegan? Richtig! Pegan ist ein gesunder Mix aus Paleo und veganer Ernährung.

Kleiner Ernährungs-Guide

Nochmal zur Erinnerung: Paleo ist angelehnt an die Essgewohnheiten der Steinzeitmenschen (Paleo leitet sich ab vom Begriff Paläolitikum, was Altsteinzeit bedeutet). Da unseren frühen Vorfahren keinen Ackerbau betrieben, sind Getreideprodukte wie Nudeln und Brot Tabu. Frisches Gemüse, Fleisch und andere möglichst unverarbeitete Lebensmittel sind erlaubt. Auch nicht auf den Speiseplan gehören Milchprodukte, Hülsenfrüchte und pflanzliche Öle (bis auf Olivenöl). Diese Ernährungsform soll zur Stabilisierung des Blutzuckers dienen und damit beim Abnehmen helfen, sowie Verdauungsbeschwerden lindern.

Vegan bedeutet: Nichts Tierisches! Verschmäht werden also neben Fleisch, Fisch und Eiern auch Milchprodukte, Gelantine und Honig.

Was dürfen Peganer denn noch essen?

Wie sieht also ein peganer Speisezettel aus? Angeraten ist viel frisches Gemüse und Obst, Nüsse, Samen, Olivenöl, sowie ein wenig Fleisch. Für überzeugte Veganer ist diese neue Kostform also nichts. Vermieden werden sollen alle Getreideformen, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Fisch, sowie Öl (außer Olivenöl) und natürlich Zusatzstoffe in jeglicher Form.

Pegan-Papa Dr. Mark Hyman ist begeistert von den Wirkungen seiner Ernährungsidee

Peganismus Erfinder Dr. Mark Hyman aus den USA hält große Stücke auf seine neue Ernährungsform. Denn die pegane Kost ist natürlich, umweltgerecht und nährstoffreich, zudem punktet sie mit ihrer saisonalen Basis.

Außerdem werden im Peganismus Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index empfohlen. Der glykämische Index gibt an, wie sehr der Blutzuckerspiegel durch das jeweilige Nahrungsmittel steigt. Ist dieser Wert niedrig, steigt der Blutzuckerspiegel nur gering und der Mensch ist lange satt. So können Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index beim Abnehmen helfen!

Ist die biologische Steinzeit-Ernährung wirklich so gesund?

Es gibt aber auch kritische Stimmen zum Peganismus. Olaf Lenzen, Leiter des Zentrums für Ernährungsmedizin am Berliner Vivantes-Klinikum hält zum Beispiel nichts davon, komplett auf Getreide und Hülsenfrüchte zu verzichten: "Dafür spricht aus ernährungswissenschaftlicher Sicht absolut nichts - die daraus gewonnenen Ballaststoffe und Mikronährstoffe sind ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung", sagte Lenzen der Zeitung 'Die Welt'.

Dr. Mark Hyman hält dagegen, dass Hülsenfrüchte die verdauung belasten können. Aber selbst er gibt zu bedenken: “Es ist wichtig, dass jeder die pegane Ernährung an seine persönlichen und gesundheitlichen Bedürfnisse anpasst." Das bedeutet: Wer mal so richtig Heißhunger auf ein Vollkornbrötchen hat, der soll sich die eigentliche Pegan-Sünde ruhig gönnen, denn der Körper weiß, was er braucht.

Auch für Peganer gibt`s leckere Gaumenfreuden

Dass Peganer genießen können, dafür sorgt Kochbuchautorin Jenna Zoe. In ihrem Buch 'Pegan' möchte sie Freude am Kochen mit frischen Zutaten wecken. Dafür stellt Zoe Rezepte vor, die vegan und Paleo miteinander verbinden. Beispiel: Cesar´s Salat - ohne Parmesankäse, dafür mit Grünkohl, Nori-Algenblättern, Walnüssen und Misopaste. Sicher nicht für jeden etwas, aber bestimmt supergesund!

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