Verunreinigt durch Mineralöl-Bestandteile

Olivenöl im Test: Ein einziges ist "sehr gut" - 16 fallen durch

Aus einer Karaffe wird Olivenöl in eine Schüssel gegossen.
Olivenöl ist lecker - viele Produkte sind laut Öko-Test aber mit bedenklichen Stoffen verunreinigt. © Dusan Zidar, iStock

Speiseöl ist derzeit ein heißes Thema: Die Ukraine ist der wichtigste Sonnenblumenöl-Lieferant weltweit, wegen des Angriffskriegs durch Russland ist dieses nun Mangelware. Bei Olivenöl besteht dieses Problem glücklicherweise nicht, doch wenn es nach Öko-Test geht, sollten wir uns hier ganz andere Sorgen machen: Von 19 Produkten im Test fielen ganze 16 mit der Bewertung „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch. Grund dafür sind Verunreinigungen durch Mineralölbestandteile, die gesundheitsgefährdend sein können.

Wie gesund ist Olivenöl?

Untersucht wurden 19 Olivenöle der höchsten Güteklasse "nativ extra" zu Preisen zwischen 5,19 und 23,98 Euro pro Liter. Darunter neun Bio-Produkte, Eigenmarken der großen Supermärkte sowie Discounter und Markenprodukte.

Was alle eint, ist die Annahme, dass pflanzlichen Fetten eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit nachgesagt wird. Was allerdings relativiert wird, wenn alle Öle im Test bis auf eins durch Mineralölkohlenwasserstoffe verunreinigt sind oder schlicht ein fehlerhafter Geruch und/oder Geschmack attestiert wird, sodass die angegebene höchsten Güteklasse nicht stimmt. Denn geschmackliche Fehler sind hier nicht erlaubt. Schmeckt ein Öl ranzig, ist es stark oxidiert. Ist bereits eine Gärung im Gang, kann das Öl stichig schmecken.

Lese-Tipp: Achtung! Welches Öl in die Pfanne gehört – und welches nicht

Nur ein einziges Olivenöl ist "sehr gut"

Unter Mineralölkohlenwasserstoffen versteht man eine sehr große Gruppe vieler verschiedener Stoffe. Darunter können potenziell krebserregende Verbindungen sein. Besonders bedenklich sind die aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe MOAH, die in sieben der Öle nachgewiesen wurden. Daneben stecken in fast jedem Öl unterschiedlich stark die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/MOSH-Analoge. Diese lagert der Körper in der Leber, den Lymphknoten, der Milz und dem Fettgewebe ab. Was das für die Funktion dieser lebenswichtigen Organe bedeutet, ist bisher noch ungeklärt.Als ein einziges Öl schneidet das „Rapunzel Kreta Olivenöl Nativ Extra"* mit „sehr gut" ab (21,98 Euro je Liter). Es ist das Einzige im Test, in dem im Labor nicht einmal Spuren von Mineralöl nachgewiesen wurden.

Zwei weitere bringen es immerhin zu einem „befriedigend": „Mani Bläuel Natives Olivenöl Extra Selection" und „Fiore Natives Olivenöl Extra" (17,98 beziehungsweise 6,65 Euro pro Liter). Sieben Öle rasseln jedoch in der Untersuchung gnadenlos mit "mangelhaft", neun sogar mit "ungenügend" durch. Unter den Schlusslichtern befinden sich unter anderem diese Produkte:

  • „Alnatura Natives Olivenöl Extra"
  • „Edeka Natives Olivenöl Extra D.O.P. Terra di Bar"
  • “La Española Natives Olivenöl Extra"
  • „Rewe Beste Wahl Italienisches Natives Olivenöl Extra"
  • „Vegola Natives Olivenöl Extra"

Alle Testergebnisse können Sie auf oekotest.de einsehen. (xwi/rka)

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