Obst richtig lagern: So bleiben Ihre Früchte länger frisch

Kirschen, Obst, Früchte
Werden Sie zum Obst-Fachmann: Bei der Lagerung und der Behandlung von Obst gibt es bei Kirsche, Erdbeere und Pflaume feine Unterschiede. © dpa, Daniel Karmann

Erbeeren, Himbeeren, Kirschen, Pflaumen - es gibt einiges zu beachten

Im Supermarkt lachen einen die Erdbeeren an, zu Hause legt man sie erst einmal in den Kühlschrank. Und dann wundert man sich, wenn sie nach nichts schmecken. Erdbeeren verlieren im Kühlschrank ihr Aroma, man sollte sie lieber im Raum stehen lassen. Sommerzeit ist Obstzeit und wenn man ein paar Hinweise beachtet, dann schmecken die heimische Produkte nochmal so gut.

Erdbeeren gehören also nicht in den Kühlschrank, das haben wir jetzt gelernt, Johannisbeeren hingegen schon. Dort bleiben sie etwa drei Tage lang frisch. Wer die kleinen Beeren einfriert, kann sie auch ein Jahr später noch essen und sie werden schmecken wie gerade eben gepflückt.

Apropos gerade eben gepflückt. Johannisbeeren kommen mit Rispe in den Verkauf. Dadurch bleiben sie länger frisch. Die Beeren löst man am besten mit einer Gabel von der Rispe.

Auch Kirschen gelangen mit dem Stiel in den Verkauf. Auch hier gilt: Den Stiel nicht entfernen, die Kirschen verlieren dann wesentlich schneller ihre Frische. Kirschen reifen, im Gegensatz etwa zu Pflaumen oder Bananen, nicht nach. Man darf sie also nicht zu früh pflücken. Reife Ware erkennt man an einem festsitzenden Stiel. Länger frisch bleiben die leckeren und wegen ihrer geringen Kalorienzahl sehr gesunden Früchte im Kühlschrank. Einfrieren sollte man Kirschen nur mit Kern, dann behalten sie ihr Aroma.

Ein gutes Pflaumen- und Zwetschgenjahr

Bei Himbeeren ist Frische ein besonders heikles Thema. Denn sie halten sich nicht lange. Man sollte die Früchte dieser Rosengewächse immer möglichst noch am Tag des Kaufs verzehren. Außerdem sind die Himbeeren sehr druckempfindlich, das spricht gegen ihre Haltbarkeit. Sie werden schnell matschig. Übrigens sollte man Himbeeren nicht gründlich waschen, auch das macht sie matschig. Besser kurz in ein Wasserbad tauchen oder vorsichtig mit geringer Intensität abwaschen. Himbeeren lassen sich übrigens sehr gut einfrieren. Und: Himbeeren gelten als Heilpflanze: Ihr hoher Gehalt an Vitamin C, Kalium und Fruchtsäuren soll die Abwehrkräfte und die Wundheilung fördern.

Weil der März warm und der Mai nass war, rechnen Pflaumen- und Zwetschgen-Bauern mit einer guten Ernte. Pflaumen sind wegen ihres hohen Fruchtsäureanteils eine ideale Sommer-Erfrischung. Auch hier gilt: Möglichst schnell aufessen. Pflaumen und Zwetschgen reifen bei Zimmertemperatur nach. Waschen sollte man sie erst kurz vor dem Verzehr bzw. vor der Verarbeitung, sonst wäscht man die Wachsschicht ab und die Früchte werden schneller faul.

Am besten kauft man heimische Pflaumen und Zwetschgen, denn durch die kurzen Transportwege erhält man frischere Ware. Apropos: Im Kühlschrank kann man Pflaumen und Zwetschgen etwa sieben Tage aufbewahren - da ist also keine Eile geboten. Auch Einfrieren ist problemlos möglich - am besten halbiert und ohne Stein.

Verschiedene Früchte, Pflaumen, Zwetschgen, Äpfel, Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche sondern Ethylen-Gas ab. Das kann dazu führen, dass umliegendes Obst und Gemüse schneller reift und sogar verdirbt. Daher ist etwas Abstand bei der Obstlagerung nötig.

Noch etwas zum Schluss: Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen und haben gerade einmal 35 Kalorien (100 Gramm). Und noch etwas zum Angeben: Erdbeeren sind gar keine Beeren, sondern zählen als Nussfrucht zur Familie der Rosengewächse.

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