Nährwertkennzeichnung wird Pflicht: Fünf Fakten zum Mitreden!

Frau im Supermarkt schaut sich eine Lebensmittelverpackung an.
Bevor es in den Einkaufwagen geht, erstmal in die Tabelle schauen - was ist eigentlich in meinem Essen drin? © Getty Images, gilaxia

Ab Dezember 2016 verpflichtend

Diese kleine Tabelle: Sie sagt uns, wie viele Kalorien, Zucker oder Fett wir zu uns nehmen, wenn wir den Inhalt der Verpackung verputzen - sie wird ab dem 13. Dezember für alle verpackten Lebensmittel zur Pflicht! 

Der Griff in die Tiefkühltruhe oder in das Süßigkeitenregal: Haben wir uns für etwas entschieden, wandern Pizza und Schokolade nicht immer direkt in den Einkaufswagen. Oft werfen wir erst ein Mal den Blick auf die kleine Nährwerttabelle. Zur Recht - denn dort können wir erkennen, was in unserem Essen wirklich drin steckt. Bisher waren diese Angaben freiwillig. Nur gut, dass die Nährwertangaben ab dem 13. Dezember für alle Hersteller von vorverpackten Lebensmitteln nun verpflichtend sind.

Fakt 1: Das muss drauf

Sieben Nährwertinformationen bezogen auf 100 Gramm oder 100 Mililiter müssen in einer Tabelle enthalten sein. Nur bei Platzmangel auf der Verpackung dürfen die Angaben nebeneinander aufgeführt werden. Gennant werden muss die sogenannte 'BIG 7':

  • Brennwert/Energiegehalt,
  • Fett,
  • gesättigte Fettsäuren,
  • Kohlenhydrate,
  • Zucker,
  • Eiweiß und
  • Salz

Fakt 2: So groß müssen die Buchstaben sein

Die Nährwertkennzeichnung muss in einer gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgröße abgedruckt werden. Ausgerichtet an dem kleinen Bchstaben 'x' beträgt die Schriftgröße immer mindestens 1,2 Milimeter.

Fakt 3: Diese Lebensmittel müssen keine Nährwertkennzeichnung tragen

Es gibt einige Produkte, für die eine Nährwerttabelle nicht erforderlich ist. Das gilt für Lebensmittel, die nur aus einer Zutat oder nur aus einer Zutatenklasse bestehen. Hierzu zählen Obst und Gemüse, Reis, Mehl, Kräuter, Gewürze, Früchte- und Kräutertees sowie Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol. Keine Nährwerttabelle benötigen außerdem Lebensmittel, die vom Hersteller direkt an den Verbraucher verkauft werden. Darunter fallen beispielsweise Adventsplätzchen, die von der Konditorei gebacken und in Tütchen verpackt werden.

Fakt 4: Auch das muss drauf

Mit der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung zum 13. Dezember 2016 tritt der letzte Teil der EU-Lebensmittelinformationsverordnung in Kraft. Das bedeutet, dass nun EU-weit verpflichtend auch die viezehn am häufigsten Allergien auslösenden Lebensmittel stets gut sichtbar auf den Etiketten abgedruckt sein müssen. Die vierzehn sogenannten Hauptallergene sind: Milch (einschließlich Laktose), glutenhaltiges Getreide, Sellerie, Senf, Sesamsamen, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Krebstiere, Schalenfrüchte, Weichtiere (zum Beispiel Muscheln),  Lupine sowie Schwefeldioxid/Sulfite (ab 10 Milligramm pro Kilogramm oder Liter anzugeben).

Werbung mit nährwertbezogenen Angaben...

Fakt 5: Das bedeutet 'reich an Vitamine' oder 'arm an Fetten'

'Fettarm' oder 'reich an Ballaststroffen' prangt in leuchtend roten Buchstaben auf dem Deckel des Joguhrts oder auf dem Etikett der Müslipackung. Und wer kennt es nicht - dann greift man automatisch doch noch schnell zu, bevor es an die Kasse geht. Diese sogennaten 'nährwertbezogenen Angaben' dürfen jetzt allerdings nur noch dann verwendet werden, wenn sie im Anhang der sogenannten europäischen Health-Claims-Verordnung definiert sind. Die Aussage 'fettarm' setzt beispielsweise voraus, dass feste Lebensmittel nicht mehr als 3 Gramm Fett pro 100 Gramm enthalten. Vitamine und Mineralstoffe dürfen nur noch genannt werden, wenn in 100 Gramm oder 100 Milliliter des Lebensmittels mindestens 15 Prozent der empfohlenen Tagesdosis enthalten sind. Denn der Verbraucher muss sich auf die Besonderheit, mit der das Produkt beworben wird, verlassen können!


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