5 Produkte schneiden "sehr gut" ab

Salz im Öko-Test: Das sind die besten Meer-, Jod- und Steinsalze

Ein kleiner Haufen Salz vor einem Salzstreuer
Salz aus dem Salzstreuer wird zum Würzen in der Küche genutzt. © picture alliance / Stephan Persc, perschfoto

Speisesalz für die Küche - der große Test

Salz ist eins der wichtigsten Bestandteile zum Würzen in der Küche. Dabei ist Salz streng genommen gar kein Gewürz, sondern ein Mineral, dass aus einer Verbindung der zwei Stoffe Natrium und Chlorid besteht. Für den Menschen ist Salz überlebenswichtig zur Steuerung des Wasserhaushalts, er benötigt etwa 3 bis 6 Gramm pro Tag. Zu viel Salz bei der Ernährung kann dem Körper jedoch Schaden zufügen. Salz wird auch als Badezusatz, in der Medizin oder in der Industrie verwendet.

Im großen Öko-Test-Check steht das Speisesalz im Fokus, das zur Geschmacksverbesserung genutzt wird. Getestet wurden 21 Salzmarken aus dem Supermarkt, Discounter oder Bio-Laden zwischen 19 Cent bis 2,49 Euro pro 500 Gramm – mit guten bis sehr guten Ergebnissen.

Öko-Test: Diese fünf Salze sind am besten

Salz Fleur de Sel / Salzblume, weisses Meersalz aus dem Atlantik,
Weißes Meersalz aus dem Atlantik. © picture alliance / Arco Images G, Diez, O.

Ob Meersalz, einfaches Speisesalz oder hochgepriesene Wunder-Edelsalze aus dem Internet –sind die Unterschiede bei den Salzen wirklich so groß? Öko-Test stellt klar fest: es ist weitestgehend egal, ob das Pfund 20 Cent oder 20 Euro kostet, Salz bleibt Salz und das schmeckt salzig. Es lohnt sich nicht, zu viel Geld für das „weiße Gold“ auszugeben, das früher zu hohen Preisen gehandelt und zur Konservierung von Lebensmitteln verwendet wurde. Im Test wurden hauptsächlich Siedesalze geprüft, aber auch sieben Meeressalze und ein Steinsalz.

Fünf Salze bekamen von Öko-Test das Testurteil „sehr gut“ und sind damit Testgewinner:

  • Alnatura Meersalz mit Jod
  • Byodo Premium Meersalz
  • Erntesegen Ur-Salz
  • Naturata Atlantik Meersalz
  • Rapunzel Meersalz mit jodhaltigen Algen

Das Rapunzel-Salz, das aus dem tunesischen Meer gewonnen wird, und das Steinsalz von Erntesegen aus Deutschland sind dabei mit 2,49 Euro für das Pfund die beiden teuersten geprüften Marken. Das Alnatura Meersalz (Herkunft: Griechisches Mittelmeer) ist mit 0,95 Euro für 500 Gramm das preisgünstigste Salz unter den Testsiegern.

16 Marken sind „gut“: Rieselhilfe E 535 sorgt für Abzüge

Alle weiteren 16 Salzmarken bekamen Abzüge in der Testnote, da dort die Rieselhilfe Natriumferrocyanid (E 535) verwendet wurde. Rieselhilfen sollen verhindern, dass das Salz verklumpt und im Salzstreuer hängen bleibt. Öko-Test macht zwar deutlich, dass Rieselhilfen wie Calciumcarbonat oder Magnesiumcarbonat zugelassen und völlig unumstritten sind. Doch Natriumferrocyanid, dass ausschließlich als Trennmittel in Salz verwendet wird, kann in größeren Mengen den Nieren schaden. Zwar hat die Europäische Behörde für Lebensmittel festgestellt, dass die vorhandenen Mengen im Salz keine Gefahr für die Gesundheit darstellen - Öko-Test kommt allerdings zu dem Schluss, dass man auf umstrittene Zusatzstoffe besser ganz verzichten sollte.

Unter den „guten“ Salzen finden sich die Discounter-Salze von Ja!, K-Classic, Penny, Netto und Gut und Günstig, die für 19 Cent pro 500 Gramm am wenigsten den Geldbeutel belasten. Bei allen handelt es sich um Siedesalze aus Deutschland. Bei einigen Marken wurden minimale, zu vernachlässigende Spuren von Arsen und Blei gefunden, die keinen Einfluss auf die Bewertung hatten, da sie vermutlich aus den Salzen zugesetzten Algen stammen.

Jod, Fluorid und Folsäure: Warum die Zugabe im Speisesalz sinnvoll ist

Verschiedene Salzarten.
Verschiedene Salzarten, grob und fein. © PhotoAlto/Fruits & Vegetables

Die Zugabe von Jod im Salz soll den Menschen in Deutschland helfen, die lebensnotwendigen Spurenelemente über das Mineral aufzunehmen, da hierzulande zu wenig jodhaltige Lebensmittel wie Fisch und Algen gegessen werden. Auch bei dem B-Vitamin Folsäure herrscht in Deutschland eine Unterversorgung, die mit der Anreicherung im Salz verbessert werden soll. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und beugt Karies vor.

Wie viel von den Spurenelementen dem Salz zugesetzt wird, ist gesetzlich genau geregelt. Die auf den Verpackungen deklarierten Werte stimmen laut Öko-Test weitestgehend überein und weichen nur geringfügig ab, Grenzwerte werden überall eingehalten. Es lohnt sich also, für die Gesundheit auf jod-, fluorid- oder folsäurehaltiges Salz zurückzugreifen.

Hier finden Sie die gesamten Testergebnisse zum Thema „Salz“ von Öko-Test.

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