Mediterrane Kräuter: Basilikum, Rosmarin, Thymian

Mediterrane Kräuter: Basilikum, Rosmarin, Thymian
Basilikum, Rosmarin und Thymian. © picture-alliance / ZB, Hans Wiedl

Typische Kräuter der mediterranen Küche

Die mediterrane Küche kennzeichnet sich vor alllem durch ihre Kräuter. Typisch sind Basilikum, Rosmarin und Thymian. So werden sie verwendet.

Der Name Basilikum stammt vom griechischen Begriff 'basilikos' und bedeutet heilig. Das Kraut findet vorwiegend in der südeuropäischen Küche, vor allem in der italienischen und französischen, Verwendung. So harmoniert es sehr gut mit Tomatengerichten. Zur italienischen Spezialität Caprese gehört Basilikum einfach dazu. Hierbei werden Tomaten und Mozzarella in Scheiben geschnitten, mit Balsamico-Essig und Olivenöl beträufelt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Als Highlight gibt man frische Basilikumblätter hinzu. Auch Pizza und Pasta gibt Basilikum einen frischen, unverkennbaren Geschmack. Mit Knoblauch, Pinienkernen, Parmesan, Olivenöl und frischen Basilikumblättern lässt sich ein leckeres Pesto zaubern.

Basilikum benötigt viel Sonnenlicht und Wärme und ausreichend Wasser. Pflanzen Sie es also an sonnigen Plätzen im Garten und versorgen Sie das Kraut regelmäßig mit Wasser. Geerntet wird Basilikum den ganzen Sommer über. Zupfen Sie hierfür immer die äußersten Triebspitzen ab. So kann sich die Pflanze gut ausbreiten und neue Triebe bilden. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten des Basilikums, die bekanntesten sind das Genoveser Basilikum, das Thai- und das Zitronenbasilikum. Das leicht nach Anis schmeckende Thai-Basilikum wird vor allem für das Würzen von Thai-Curries und Gerichten mit Kokosmilch verwendet. Das Zitronenbasilikum schmeckt, wie der Name schon sagt, leicht nach Zitrone und Limone. Vor allem Süßspeisen gibt es ein frisches, zitroniges Aroma. Aber auch zu Fischgerichten und Meeresfrüchten passt es hervorragend.

Rosmarin

Rosmarin kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Tau des Meeres'. Das Kraut kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und zeichnet sich durch einen würzigen und herben Geschmack aus. Man verwendet beim Rosmarin die Blätter der Pflanze. Im Gegensatz zu anderen Kräutern sind diese sehr robust. Aus diesem Grund können sie gut für längere Zeit mitgekocht werden, ohne dass sie an Aroma verlieren. Im Gegenteil, sie entfalten dann erst richtig ihren Geschmack. Mit dem Kraut sollte man sparsam umgehen, da das Aroma sehr intensiv ist und dadurch leicht der Geschmack anderer Zutaten überdeckt werden kann.

Wenn man Rosmarin in einem Kübel anpflanzt, so kann man ihn das ganze Jahr über ernten. Im Sommer kann der Kübel draußen stehen bleiben, in der kalten Winterzeit sollten Sie ihn allerdings ins Haus stellen. Achten Sie darauf, dass er dort an einem relativ kühlen und hellen Ort steht. Rosmarin harmoniert sehr gut mit Kartoffeln und Fleischgerichten, wie Geflügel, Lamm und Kalbsfleisch. Aber auch in Kombination mit Desserts und süßen Speisen kann Rosmarin verwendet werden. Vor allem für Desserts mit Früchten, wie Erdbeeren oder Zitrusfrüchten eignet sich Rosmarin sehr gut.

Thymian

Das angenehm duftende Gewürz ist als Bestandteil der typisch französischen Kräutermischung 'Kräuter der Provence' oder dem 'Bouquet Garni' bekannt. Denn in Südfrankreich wächst Thymian wild und entfaltet gerade dadurch ein besonders starkes Aroma. Thymian enthält die ätherischen Öle Thymol und Carvacrol, die antibakteriell wirken. Er wird daher häufig in Form von Tees oder Erkältungsbädern bei Atemwegsinfektionen wie Husten oder Bronchitis angewandt. Doch auch bei der Verdauung wirkt das Kraut unterstützend und so passt es besonders zu fettigen Braten oder anderen üppigen Gerichten. Dem Thymian wird eine kräfteweckende Wirkung nachgesagt. Schon die alten Griechen und Römer opferten ihren Göttern Thymian in Form von Räucherstäbchen. Bevor die römischen Legionäre in Schlachten zogen, mussten sie im Thymianbad ihre Kräfte sammeln.

Wer bei uns Thymian ernten möchte, gibt den Pflanzen am besten ein sonniges und trockenes Plätzchen im Kräutergarten oder Balkonkasten. In besonders heißen Sommern kann Thymian sogar zweimal geerntet werden. Da bleiben sicher genügend Kräuterstängel über, um sie für den Winter zu trocknen. Dazu wird der Thymian in kleinen Sträußen kopfüber an einem schattigen Platz aufgehängt. Die kleinen Blättchen kann man dann zum Verfeinern und Würzen von den Stängeln rebeln. Am besten passt Thymian zu Wild und Geflügel. In der französischen Küche wird er zusammen mit Wein besonders zum Schmoren von Fleisch verwendet. Im Sommer würzt man mit Thymian vorzugsweise Gemüsegerichte wie Ratatouille mit Zucchini, Auberginen, Tomaten oder Paprika.

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