Macht Kaffee süchtig? So wirkt sich Koffeinentzug auf den Körper aus

Wie viel Kaffee ist gesund?

Würden Sie auch von sich behaupten, süchtig nach Kaffee zu sein? Dann geht es Ihnen wie unserer Testerin. Sie ist bekennende Viel-Trinkerin und wollte unbedingt wissen, was das schwarze Gebräu wirklich mit uns macht. Ab wann ist man eigentlich süchtig? Und wie viel Kaffee ist definitiv zu viel? Um diese Fragen zu beantworten hat sie vier Wochen lang einen eindrucksvollen Selbst-Test gemacht.

Die Mehrheit der Deutschen steht nach wie vor auf Filterkaffee. Ein Grund dafür ist sicherlich der Preis: Während eine Tasse Filterkaffee sieben Cent kostet, kostet eine Tasse Kapsel-Kaffee mit 17 Cent mehr als das Doppelte. Und wie viele Tassen sind gesund? Die ‚Deutsche Gesellschaft für Ernährung‘ empfiehlt vier Tassen Kaffee pro Tag. Dabei ist eine Tasse noch immer als 150 Milliliter definiert. Dabei benutzt heute kaum noch jemand die Tassen klassischer Kaffeegedecke. Die meisten benutzen Porzellanbecher, in die mindestens 200, eher sogar 250 Milliliter passen. Doch spielt es eigentlich eine Rolle, ob man die vier Tassen direkt nacheinander oder über den Tag verteilt trinkt? „Klar ist: Wenn man den in kurzer Zeit trinkt, dann kommt schnell mehr Koffein in die Blutbahn und der Effekt ist stärker“, erklärt Prof. Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der LMU München. Und das wirke sich auf den Kreislauf und Blutdruck aus.

Das bewirkt Koffeinentzug im Körper

Das vierwöchige Experiment startet mit kaltem Entzug. Erlaubt sind nur Kräutertees und Wasser. Erste Folgen machen sich schnell bemerkbar: „Ich habe heute höllische Kopfschmerzen.“ Zudem fühlt sich unsere Testerin schlapp und ist nicht so gut drauf wie sonst. Schuld daran ist das Koffein oder vielmehr der Koffeinmangel. Aufgrund der aufputschenden Wirkung des Koffeins stand Kaffee bis zum Jahr 2004 sogar auf der Doping-Liste. „Es gibt eine gewisse Abhängigkeit vom Koffein. Wenn man es gewöhnt ist, dann will man den Kaffee immer wieder haben“, erklärt Hauner die Entzugssymptome. Koffein konkurriert im Hirn mit Adenosin, das uns müde macht. Koffein dockt im Gehirn an die entsprechende Stelle und blockiert sie. So bleiben wir wach. Dies geht allerdings nicht unbegrenzt – denn der Körper passt sich schnell der Dosis an. Demnach brauchen starke Kaffeetrinker mehr Kaffee um fit zu werden als Menschen, die nur selten und insgesamt wenig Kaffee trinken.

Nach einer Woche steigt unsere Testerin wieder auf Kaffee um. Sie wählt koffeinreichen Filter-Kaffee. Wie reagiert ihr Körper nach sieben Tagen Entzug auf die erste Tasse Kaffee? Die Antwort auf diese und die Frage, warum sie nach täglich fünf Tassen Kaffee zum Hautarzt muss, sehen Sie im Video.

Bananenschale statt Pflaster
Bananenschale statt Pflaster Video-Tipp 00:25

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