Laktoseintoleranz: Symptome der Milchunveträglichkeit

Krank durch Milch: Laktoseintoleranz

Leiden Sie manchmal an unerklärlichem Bauchweh, Blähungen, Durchfall? Dann sind das vielleicht die Symptome einer Laktoseintoleranz. Laktose ist Milchzucker. Dieser Zucker ist in Milch und allen Milchprodukten enthalten. Er kann nur durch das Enzym Laktase abgebaut werden und dieses Enzym bildet der Körper nur in der Kindheit.

90 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung verträgt keinen Milchzucker. Ganz Asien, große Teile Afrikas und Südamerikas gehören dazu. In Europa wird Milchzucker viel besser – aber auch hier sehr unterschiedlich – vertragen. Während 41 Prozent der Süditaliener Milch nur in kleinen Mengen vertragen, sind es in Deutschland nur 15 Prozent. Das macht aber immerhin noch knapp zehn Millionen Menschen aus, die Probleme mit dem Milchzucker haben.

Laktoseintoleranz ist die Regel

Dass es sich um eine Laktoseunverträglichkeit handelt, wird von vielen nicht bemerkt, denn Milchzucker ist längst nicht nur in Milch und Co. zu finden: Laktose wird Lebensmitteln wie Brot, Getreideriegeln, Fertiggerichten, Würzmischungen, Wurstwaren, Schokolade und Instantprodukten zugesetzt.

Betroffene müssen Laktose nicht vollständig meiden. Es genügt, weniger davon zu verzehren. Kleine Mengen Milchzucker werden in der Regel gut vertragen. Mittlerweise gibt es auch laktosereduzierte Milch, Sahne und Quark auf dem Markt.

Bei Käse gilt die Faustregel: Je länger – und natürlicher - ein Käse reifen konnte, umso besser wird er vertragen. Ein Parmesan macht kaum Probleme, ein junger Gouda wohl.

Besonders für Kinder sind Milch und Milchprodukte sehr wichtig, aber auch Erwachsene brauchen das Calzium für ihre Knochen. Wenn Sie den Verdacht auf eine Milchzuckerunverträglichkeit haben, sollten Sie sich deshalb vor drastischen Ernährungsumstellungen in eigener Regie hüten. Besser ist es, das Problem mit einem Arzt zu besprechen. Der kann auch relativ problemlos testen, ob bei Ihnen tatsächlich eine Laktoseintoleranz vorliegt.

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