Kürbis: Das kann das gesunde Herbstgemüse

Kürbis: Das kann das gesunde Herbstgemüse
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Unser liebstes Herbstgemüse: der Kürbis

Kürbis-Fans aufgepasst! Mit dem Herbstanfang ist auch die Kürbis-Hauptsaison gestartet und wir freuen uns über köstliche Gerichte mit dem vielseitigen Herbstgemüse. Ob als Ofengericht oder als cremige Suppe: Kürbis ist wahnsinnig vielseitig und dazu noch sehr gesund. Grund genug, sich unseren aromatischen Herbstliebling einmal genauer anzuschauen. 

Kürbis: So schmeckt er und diese Sorten gibt es

Weltweit gibt es mehr als 800 (!) Kürbissorten. Die in Deutschland bekanntesten Sorten sind unter anderem Courgette (Gartenkürbis), Butternut-Kürbis (Moschus-Kürbis) und Hokkaido (Riesenkürbis). Gartenkürbisse besitzen oft ein süßes Aroma, das an Esskastanien erinnert. Moschus-Kürbisse riechen hingegen leicht nach Moschus und schmecken unreif am besten. Sie besitzen einen aromatischen, buttrigen Geschmack. Riesenkürbisse haben ein feines Esskastanien-Aroma und eignen sich gut für Einsteiger. 

Wann beginnt die Kürbissaison?

Die Kürbiszeit beginnt mit dem Ende des Spätsommers im August. Im September und Oktober erreicht die Kürbissaison ihren Höhepunkt und dauert an, bis es Frost gibt.

Wer selbst Kürbis pflanzen möchte, muss wissen: Er benötigt zwischen 75 und 100 frostfreie Tage zum Wachsen. Um im Herbst ernten zu können, sollten Sie die Kerne im Mai oder Juni einpflanzen. Wenn Sie einen Hokkaido-Kürbis pflanzen wollen, empfiehlt es sich beispielsweise, diesen im April auszusäen.

Kürbiskerne direkt einzupflanzen ist zwar möglich, es ist allerdings besser, diese zuerst in sandiger, feuchter Erde keimen zu lassen. Danach können die Keimlinge im Garten eingepflanzt werden. Manche Sorten können bereits im Juni oder Juli geerntet werden. Der beliebte orangefarbene Hokkaido ist allerdings erst zwischen August und Februar erhältlich.

Einkauf und Lagerung von Kürbis

Hokkaido-Kürbis gibt es zur Saison in den meisten Supermärkten zu kaufen. Wenn Sie nach einer ausgefallenen Sorte suchen, werden Sie vielleicht im Bio-Laden, auf einem Bauernmarkt oder in einem Spezialitätengeschäft fündig.

Ein frischer Kürbis sollte eine feste Haut besitzen und keine Schäden oder Risse aufweisen. Wählen Sie zudem einen Kürbis aus, der sich schwer anfühlt, da leichte Kürbisse oft mehr Kerne und weniger Fleisch haben. Sommersorten können außerdem erworben werden, bevor sie komplett reif sind. Wintersorten wie Hokkaido schmecken hingegen am besten, wenn sie vollkommen reif sind und einen festen Körper mit einem dicken, holzigen Strunk besitzen.

Ganze Kürbisse halten sich mehrere Wochen, wenn sie an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Es darf sich allerdings kein Kondenswasser auf dem Gemüse bilden, sonst verdirbt es. Bereits angeschnittene Kürbisse müssen im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo sie sich maximal eine Woche lang halten.

Dabei ist darauf zu achten, das Gemüse in Frischhaltefolie einzuwickeln, um es haltbar zu machen. Kürbispüree kann mehrere Tage lang in einer Frischhaltedose im Kühlschrank gelagert werden. Im Gefrierfach hält sich das Püree mehrere Monate lang.

Woher kommt der Kürbis eigentlich?

Nützliche Infos und Wissenswertes zum Kürbis
Weltweit gibt es mehr als 800 Kürbissorten © dpa, Patrick Pleul

Kürbisse stammen ursprünglich vom amerikanischen Kontinent. Die ältesten Samen wurden in Mexiko gefunden und stammen aus der Zeit zwischen 7000 und 5500 v. Chr. Die Pflanze wurde wahrscheinlich schon seit Tausenden von Jahren im heutigen Kanada, Mexiko und den USA angebaut. Amerikanische Ureinwohner rösteten die Kerne über dem Feuer und aßen das Fruchtfleisch gekocht, gebacken, geröstet und getrocknet. Sie nutzten sogar die Schale, um Bohnen und Getreide darin aufzubewahren.

Die Ureinwohner teilten die Zubereitung von vielen Gerichten mit Kürbis später mit den Pilgervätern. Primitive Kürbiskuchen wurden bereits für ein paar der ältesten Thanksgiving-Feiern zubereitet!


Die besten Kürbis-Rezepte gibt es hier.

Nicht jeder Kürbis muss geschält werden

Bei der Zubereitung kommt es auf die Sorte an: Je nach Sorte müssen Sie den Kürbis schälen oder nur waschen, bevor Sie ihn zubereiten. So müssen Sie zum Beispiel Muskatkürbis schälen, aber bei einem Hokkaido reicht gründliches Waschen aus, denn die Schale kann mitgegessen werden.

Einen kleinen Kürbis zu schneiden, ist ohne Probleme möglich. Die einfachste Möglichkeit, den Kürbis haltbar zu machen, ist das Einfrieren. So können Sie etwa zuvor gekochte Kürbissuppe einfrieren. Ohne Probleme lässt sich Kürbis auch konservieren, indem Sie ihn in Stücke schneiden, diese zuerst kochen und dann blanchieren, bevor Sie den Kürbis einfrieren.

Kürbisfleisch ist übrigens ausgesprochen gesund: Es enthält zahlreiche Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und Mineralien. Der Wasseranteil beträgt 85 bis 90 Prozent, und bei 25 Kalorien pro 100 g ist Kürbis äußerst kalorienarm. Das Gemüse ist fettfrei und enthält wenig, aber dafür hochwertiges Eiweiß. Die Frage „Hat ein Kürbis Kohlenhydrate?“ muss man zwar mit ja beantworten, aber diese sind der einzige Bestandteil des Fruchtgemüses, der verwertbare Energie liefert, somit ist er dennoch sehr gesund. Kürbis enthält viel Kalium sowie die Spurenelemente Eisen, Zink, Selen, Jod, Kupfer und Fluor. Kürbisse mit orangefarbenem Fruchtfleisch enthalten teilweise mehr Beta-Karotin als Möhren sowie viel Vitamin C und E.

So gut wie Kürbis schmeckt, sollte man aufpassen, nicht zu viel davon zu verzehren, da im Körper sonst die sogenannte Krankheit Carotenosis entstehen kann, bei der sich Körperteile orange verfärben.

Video: Rezept für Kürbis-Steinpilz-Risotto

So macht man das Kürbis-Steinpilz-Risotto
So macht man das Kürbis-Steinpilz-Risotto Video-Tipp 04:36

Welcher Kürbis eignet sich für welches Gericht?

Und welcher Kürbis ist für Suppe geeignet? Obwohl viele Sorten für Kürbissuppe verwendet werden können, sind Butternut und Hokkaido am beliebtesten. Auch wenn Sie Butternut mit der Schale für die Suppe verwenden können, wird es allgemein bevorzugt, den Butternut-Kürbis zu schälen, denn das macht die Suppe cremiger. Die Haut des Hokkaido kann ebenfalls je nach Belieben geschält oder mit verwendet werden. 

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