Lieferprobleme durch Ukraine-Krieg

Speiseöl wird knapp! 8 Alternativen zum Kochen und Backen

Spiegeleier in Bratpfanne
Spiegeleier lassen sich auch ohne Öl braten, ohne dass sie dabei an Geschmack verlieren. © iStockphoto, GMVozd

Der Krieg in der Ukraine macht sich auch in unseren Supermärkten bemerkbar. Denn dort kommen normalerweise einige wichtige Lebensmittel her, die aktuell wegen der kritischen Lage vor Ort nur begrenzt geliefert werden können. Dazu zählen auch häufig verwendete Speiseöle wie Sonnenblumen-, Raps-, Leinsamen- und Sojaöl. Wir zeigen Ihnen acht Alternativen, die sie stattdessen zum Kochen, Backen und Braten benutzen können.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

1. Butter

Butter war eine Zeit lang als die Cholesterinbombe schlechthin verschrien – das gilt mittlerweile jedoch als überholt. Sie enthält zwar viele gesättigte Fettsäuren und sollte deshalb nur in Maßen verzehrt werden, ist dafür aber auch ein toller Lieferant der fettlöslichen Vitamine A, D und E.

Vorsicht ist bei hohen Temperaturen in der Pfanne geboten: Butter eignet sich nur zum Braten auf niedriger Stufe, da sie ihren Rauchpunkt von 175 Grad recht schnell erreicht, wobei dann das gesundheitsschädliche Acrolein entsteht.

Beim Backen trägt Butter zur saftigen Konsistenz von Kuchen und Muffins bei und darf auch im Plätzchenteig nicht fehlen.

2. Butterschmalz/Ghee

Glas mit Butterschmalz
Butterschmalz und Ghee lassen sich gut Erhitzen und sind daher ein toller Speiseöl-Ersatz. © iStockphoto, subodhsathe

Wie der Name schon verrät, wird Butterschmalz aus (Kuhmilch-) Butter hergestellt. Bei der Produktion werden der Butter Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker entzogen, wodurch sich auch ihre chemischen Eigenschaften ändern. In der Folge kann Butterschmalz viel höher erhitzt werden als normale Butter: Ihr Rauchpunkt liegt bei ungefähr 200 Grad. Damit eignet sich das Fett hervorragend zum Braten sowie zum Bestreichen des Waffeleisens.

Auch zum Backen eignet sich Butterschmalz. Dann allerdings immer etwas zusätzliche Flüssigkeit wie Wasser oder Milch zum Teig geben, denn diese fehlt im Butterschmalz.

Auch Ghee ist übrigens eine Art von Butterschmalz, denn auch bei ihr wird das reine Butterfett von allen anderen Inhaltsstoffen wie Wasser und Milcheiweiß getrennt, bzw. „geklärt“ – daher auch der Begriff „geklärte Butter“. Ghee ist besonders in der ayurvedischen Küche beliebt.

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3. Margarine

Als pflanzliche Alternative zur Butter ist Margarine nicht nur für Veganer interessant. Das Streich- und Backfett enthält im Vergleich zu Butter auch mehr gesunde ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Wer Margarine fürs Braten verwenden möchte, sollte jedoch nicht mit hohen Temperaturen arbeiten. Ihr Rauchpunkt liegt bei 150 bis 170 Grad.

Beim Backen sollten Sie auf die Fettangaben in der Margarine achten: Denn in Dreiviertel- oder Halbfettprodukten ist mehr Wasser enthalten, was sich auf die Konsistenz bestimmter Teige auswirken kann, die laut Rezept kein Wasser enthalten.

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4. Mineralwasser

Unbedingt ausprobieren: Braten Sie Pfannkuchen oder Spiegelei in Mineralwasser! Einfach zwei Esslöffel Sprudel in die Pfanne geben, zum Kochen bringen und den Teig oder die Eier in die Pfanne hauen. Sie werden sich wundern: Geschmacklich macht es kaum einen Unterschied, ist aber deutlich besser für die schlanke Linie!

5. Ofen statt Pfanne

Eine weitere Möglichkeit, komplett auf Speiseöl zu verzichten: Viele Produkte lassen sich statt in der Pfanne auch hervorragend im Backofen zubereiten. Neben den Vorteilen für die Figur hat das fettlose Garen im Ofen noch einen weiteren Bonus: Durch die trockene Hitze gehen beim Erwärmen von Speisen weniger Nährstoffe verloren als in der Bratpfanne.

6. Braten ohne Fett mit Bratfolie und Spezialpfanne

Auch spezielle Produkte für die Bratpfanne versprechen, dass man mit ihnen fettfrei kochen und braten kann, ohne dabei Einbußen beim Geschmack zu machen. Doch stimmt das wirklich? Wir haben den Test mit einer Bratfolien und einer besonders beschichteten Bratpfannen gemacht. Unser Fazit sehen Sie im Video.

Beim Braten Fett sparen: So klappt es am besten
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7. Kokosöl

Kokosöl hat einen richtigen Hype unter Ernährungsfans ausgelöst. Es leistet überall da gute Dienste, wo man hohe Hitze benötigt, wie beim Frittieren oder scharfen Anbraten im Wok. Auch zum Backen von Kuchen eignet es sich wunderbar.

Dieses Fett hat allerdings einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren – und ist damit lang nicht so gesund, wie immer behauptet wird. Trotzdem: Wer Kokosöl gelegentlich zum Kochen nutzt, müsse sich keine Sorgen machen, sagen Experten wie die Ernährungswissenschaftlerin und Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Antje Gahl. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur riet sie jedoch vom häufigen Verzehr von Kokosöl ab.

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8. Erdnussöl

Genau wie Kokosöl hat auch Erdnussöl einen hohen Rauchpunkt von ca. 230 Grad und eignet sich daher gut zum scharfen Anbraten und Frittieren. Achtung: Hier kein kaltgepresstes Öl verwenden, da dieses schon bei viel geringeren Temperaturen zu rauchen beginnt. Der charakteristische Eigengeschmack des Öls verleiht vielen asiatischen Speisen wie Frühlingsrollen oder gebratenem Reis eine besondere Note. (dhe)

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