Kleine App kämpft gegen große Lebensmittelverschwendung

Weniger Lebensmittelverschwendung per App?
Weniger Lebensmittelverschwendung per App? Video-Tipp
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11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jährlich in deutschen Mülltonnen. Der Großteil kommt dabei in den privaten Mülleimer zuhause - es sind rund 61 Prozent. Die Gastronomie macht einen Anteil von 17 Prozent aus, im Großhandel sind es überraschenderweise nur fünf Prozent. Aber dennoch - das ist eindeutig zu viel! Eine App soll das jetzt ändern. 

Dieses Konzept ist garantiert nicht für die Tonne

Eine kleine App hat Großes vor: Sie will die Lebensmittelverschwendung eindämmen. "Too good to go" heißt sie und richtet sich an Hungrige, sowie an Lokale. Geht ein Restaurant oder ein Lebensmittelladen davon aus, dass es kurz vor Feierabend noch Speisen übrig hat, kann es das in der App angeben. Die Nutzer der App können das entsprechende Angebot dann auf ihrem Handy sehen und beispielsweise beim Bäcker kurz vor Ladenschluss eine riesen Tüte mit Backwaren erwerben, für nur noch ein Drittel des ursprünglichen Preises.

Genial! Der Kunde freut sich, da er die Lebensmittel für wenig Geld bekommt und gleichzeitig hat auch noch der Händler was davon. Denn er muss nun keine übrig gebliebenen Waren wegschmeißen und verdient sogar zusätzlich noch ein paar Euro mehr, die ohne die App mit in der Tonne gelandet wären. Den größten finanziellen Vorteil haben hier allerdings die Kunden, die Motivation für die Restaurants und Großhändler ist eher moralischer Art.

Ein weiterer Vorteil der App: Man kann sich auf einer Karte die Angebote in der eigenen Umgebung  ansehen. 64 Restaurants machen in Deutschland mit, die meisten sind in Berlin und Hamburg zu finden. Und welche Schwächen hat das Konzept? Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt, denn die leckeren Sachen sind immer erst kurz vor Ladenschluss zu ergattern. 

Diese App soll das Bewusstsein schärfen

Es gibt bereits mehrere Konzepte, die gegen die unglaubliche Lebensmittelverschwendung ankämpfen. Ein kleiner Supermarkt in Köln bietet Lebensmittel, die laut Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen sind, zu einem kleinen Preis an,den der Kunde selbst bestimmen darf. Und auch eine große Supermarktkette versucht der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen. Hier wird auch das Obst und Gemüse verkauft, das optisch nicht wirklich schön aussieht und es daher bisher nicht in die Auslage geschafft hat.

Vielleicht kann auch die "Too good to go" App helfen und das Bewusstsein der Nutzer schärfen. Wir haben das Konzept getestet – wie es funktioniert können Sie im Video sehen!

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