Kaffee senkt Rückfallrisiko für Darmkrebs um 42 Prozent

Kaffee: Wetten, dass Sie diese Fakten noch nicht kennen?
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Vier Tassen Kaffee am Tag senken Rückfallrisiko für Darmkrebs

Der schlechte Ruf von Kaffee gehört schon seit längerem der Vergangenheit an: In verschiedenen Studien konnten vielmehr die vielfältigen positiven Effekte, die Kaffee auf unsere Gesundheit hat, nachgewiesen werden. So kam eine über 24 Jahre dauernde Langzeitstudie der Universität Harvard etwa zu dem Schluss: Ein täglicher Kaffeekonsum von bis zu fünf Tassen verringert das Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben. Eine neue Studie des Dana-Farber-Krebszentrums in Boston kommt nun zu dem Ergebnis: Darmkrebspatienten, die täglich mindestens vier Tassen Kaffee trinken, können ihr Risiko für einen Rückfall um 42 Prozent – und damit um nahezu die Hälfte - reduzieren.

Für die Studie, die nun im US-Fachmagazin ‚Journal of Clinical Oncology‘ veröffentlicht wurde, wurden Darmkrebspatienten im dritten Stadium beobachtet. In diesem Stadium ist die Erkrankung schon fortgeschritten und das Risiko ist hoch, dass der Krebs streut, also Metastasen bildet, oder aber im Laufe der nächsten fünf Jahre zurückkehrt. Durch die Studie konnte nachgewiesen werden, dass Kaffee das Risiko, erneut an Darmkrebs zu erkranken, um 42 Prozent senkt. Aber nicht nur das: Die Studie zeigte ebenfalls, dass das generelle Sterblichkeitsrisiko um 33 Prozent durch einen Konsum von mindestens vier Tassen Kaffee gegenüber denjenigen sinkt, die keinen Kaffee trinkt. Bei Patienten, die ‚nur‘ zwei bis drei Tassen pro Tag trinken, war der Effekt geringer. Bei Darmkrebspatienten, die keinen Kaffee trinken, konnte keine Verbesserung beobachtet werden.

Koffein für positiven Einfluss von Kaffee verantwortlich

Die Wissenschaftler machen das im Kaffee enthaltene Koffein für die verringerte Sterblichkeit und das geringere Risiko, erneut an Darmkrebs zu erkranken, verantwortlich. Der genaue Wirkmechanismus ist nach Angaben von Studienleiter Charles Fuchs aber noch nicht klar. Hier gebe es weiteren Forschungsbedarf. Die positive Wirkung von Koffein konnte bereits in mehreren Studien nachgewiesen werden. Diesen zufolge beeinflusst Koffein auch Brustkrebs, Leberkrebs und Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium positiv. Bei Leberkrebs beispielsweise lautet die Erklärung, warum Kaffee die kranke Leber schützt, folgendermaßen: Das enthaltene Koffein sorgt dafür, dass der Umbau gesunder Leberzellen in funktionsloses Bindegewebe langsamer vonstatten geht, berichten Forscher vom Institut für Klinische Chemie am Aachener Uniklinikum. So lasse sich der Krankheitsverlauf durch zwei Tassen Kaffee pro Tag zumindest verzögern.

Gegen das Mittagstief, für ein längeres Leben oder einfach, weil er so lecker duftet und schmeckt: Gründe für die ein oder andere Tasse Kaffee gibt es also mehr als genug.

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