Jamie Oliver will Energydrinks für Kinder verbieten lassen

Seit Jahren engagiert sich der britische Koch Jamie Oliver für eine gesunde Ernährung für Kinder.
Koch Jamie Oliver will Energydrinks für Kinder verbieten lassen. © dpa/iStock

Der britische Koch Jamie Oliver engagiert sich für gesunde Ernährung

Der britische Koch Jamie Oliver engagiert sich schon seit vielen Jahren für eine gesunde Ernährung von Kindern. In der Vergangenheit sagte er ungesundem Essen in britischen Schulkantinen den Kampf an, jetzt sind die süßen Energydrinks dran! Er bittet sogar die Regierung um Hilfe und fordert ein Verbot.

Familienvater Jamie Oliver will Energydrink-Verkauf verbieten

Jamie Oliver ist selbst Vater von fünf Kinder. Kein Wunder also, dass dem Briten die Gesundheit der Kleinsten so am Herzen liegt. In einem Instagram-Post forderte der Koch nun auf: "Es ist super wichtig, dass wir uns dafür einsetzen, dass Energydrinks nichts für Kinder sind!" Vor ihm ausgebreitet stehen Flaschen und Dosen der bekannte Marken Red Bull, Monster Energy oder Rockstar. Viele dieser Produkte enthalten 160 mg Koffein pro Dose (500 ml). Daher will Jamie Oliver Energydrinks für Kinder und Jugendliche verbieten lassen. Laut Verbraucherzentrale sollen Kinder und Jugendliche nicht mehr als 3 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag konsumieren. Bei einem Zehnjährigen mit 38 Kilogramm Körpergewicht wären das 114 mg pro Tag.

"Diese Getränke machen unsere Kinder zu Abhängigen. Sie sind wie Drogen"

Dem 'Mirror' sagte Jamie Oliver dazu: "Diese Getränke machen unsere Kinder zu Abhängigen. Sie sind wie Drogen. Kinder kaufen sich die Drinks heimlich und trinken sie morgens, mittags und abends. Schlechter Schlaf ist die Folge. Und morgens fühlen sie sich wie Dreck. Trinken wieder einen, um sich wieder aufzurappeln."

Auch wenn viele Eltern nicht wissen, was ihre Kinder konsumieren, gibt es doch tatsächlich Mütter und Väter, die Drinks in die Lunchboxen ihrer Kids tun, stellte der Engländer bei einem Experiment fest.

Sollten Energydrinks auch in Deutschland für Kinder verboten werden?

Jamie glaubt: Ein Viertel der Konsumenten sind unter 16 Jahren!

Jamie Oliver prangert vor allem die Unternehmen an, die ihre Dosen bunt und lustig verzieren, sodass die Kinder darauf anspringen. Zwar steht auf den Dosen "Für Kinder nicht empfohlen“, doch das schreckt nicht ab. Er geht davon aus, dass 25 Prozent der Energydrink-Konsumenten unter 16 Jahre alt sind und dass die Industrie das weiß.

Neben den gesundheitlichen Folgen, geht der Koch davon aus, dass die Kinder immer schlechter in der Schule würden und das Bildungssystem darunter leiden würde: "Das hat Konsequenzen für alle Schüler. Für die anderen ist das wie passives Rauchen – sie zahlen den Preis der Abhängigkeit anderer Schüler. Wenn das an allen Schulen so stattfindet, haben wir nicht mehr nur ein Problem im Bildungssystem, sondern auch in der Wirtschaft. Wenn der Koffeinkonsum Auswirkungen auf die schulischen Leistungen hat, hat er auch einen Einfluss auf die spätere Arbeitsfähigkeit."

Jamie fordert, dass Eltern und Lehrer besser auf die Kinder achten sollen. Zudem will er ein Verkaufsverbot für Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren durchsetzen.

Dass der Koch etwas bewegen kann, zeigte er bereits 2016. Damals hatte er sich dafür eingesetzt, dass die Steuer für zuckerhaltige Getränke in England erhöht wird - mit Erfolg.

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