Gesund grillen: So wird die Grill-Feier zum gesunden Erlebnis

Gesundes Grillen: Nicht an der Kohle sparen

Damit die beliebte Art der Lebensmittelzubereitung gesund, nährstoffreich und fettarm gelingt und nicht in einem Desaster endet, sind ein paar Tipps zu beachten.

Gesund grillen: So wird die Grill-Feier zum gesunden Erlebnis
Deutschland grillt gern. Aber auch richtig? So grillen Sie gesund! © dpa, Daniel Maurer

So bildet die Wahl des Grills den Grundstein für das Gelingen. Viele Menschen schwören auf den Holzkohlegrill, da er dem Grillgut das typische Aroma verleiht. Ein höhenverstellbarer Gitterrost für die Hitzeregulierung sowie ein Windschutz für die Glut sind dabei unverzichtbar. Ein seitliches Glutbrett verhindert, dass durch herabtropfendes Fett und Fleischsaft schädlicher Rauch entsteht, der Krebs erregende Stoffe auf das Grillgut einwirken lässt. Bei einem waagerechten Grillrost können die Lebensmittel durch Aluschalen geschützt werden.

Ratsam ist auch, nicht an der Kohle zu sparen. Buchenkohle mit hohem Kohlenstoffgehalt, die mit einer DIN-Norm und Registrierungsnummer ausgezeichnet ist, entfacht das Grillfeuer optimal. Diese Kohle wird zudem regelmäßig auf schädliche Stoffe wie Bitumen oder Holzschutzmittel untersucht.

Neben dem Holzkohlegrill gibt es Geräte, die mit Gas oder Strom beheizt werden. Sie sind komfortabler in der Handhabung, da sie ohne weitere Brennmaterialien oder Anheizen auskommen. Die Temperatur lässt sich mit einem Regler einfacher einstellen als beim Holzkohlegrill. Der Elektrogrill, dessen Fettauffangschale vor Inbetriebnahme lediglich mit Wasser gefüllt werden muss, darf sogar bei schlechtem Wetter in geschlossenen Räumen benutzt werden.

Was ist eigentlich zum Grillen geeignet

Verhindert der Grill durch seine Bauart das Verbrennen von abtropfendem Fett nicht, ist beispielsweise Fleisch mit ölhaltigen Marinaden vor dem Auflegen gut abzutupfen. Alternativ können Alufolie oder spezielle Grillschalen verwendet werden, dann kann kein Fett in die Glut tropfen. Über Papier, Altholz oder Kiefernzapfen sollte keinesfalls gegrillt werden, denn im Rauch dieser Stoffe befinden sich gesundheitsschädliche Substanzen.

Auch sind geräucherte oder gepökelte Lebensmittel zum Grillen nicht geeignet. Das im Pökelsalz enthaltene Nitrit kann sich dabei mit Eiweißstoffen zu krebserregenden Nitrosaminen verbinden. Deshalb gehören auch keine Brühwürstchen auf den Rost. Doch nicht nur Fleisch kann auf dem Grill zubereitet werden. Auch Gemüse lässt sich auf diese Weise schmackhaft garen.

Dafür wird lediglich etwas Gemüse wie zum Beispiel Zucchini und Champignons kleingeschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und ein wenig mit Öl beträufelt in eine Aluschale gegeben oder in Alufolie verpackt und für etwa 20 Minuten gegrillt. Kulinarische und gesunde Akzente lassen sich durch Zugabe von Kräutern, Pesto oder Knoblauch setzen. Besonders köstlich schmeckt das Grillgemüse, wenn man noch zerkleinerten Schafskäse oder Mozzarella dazu gibt. Vor dem Grillen sind Rost und Grillschalen übrigens mit Öl einzupinseln, damit das Grillgut nicht anklebt. Dazu wird ein hitzebeständiges Öl, beispielsweise Rapsöl, genommen, das nicht oxidiert.

Das rohe Grillgut wird erst kurz vor der Verwendung aus dem Kühlschrank genommen. Wer in freier Natur grillt, ist mit einer Kühltasche gut bedient.

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