Ei - Haltbarkeit, Frische und Eierstempel - daran erkennen Sie ein gutes Ei

Eier Haltbarkeit und Frische
Je kleiner die Zahl auf der Schale eines Eis, desto glücklicher war das Huhn. © dpa, Malte Christians

Was Sie über Eier wissen sollten!

Eier sind aus unserer Küche nicht wegzudenken. Sechzehn Milliarden Eier legen deutsche Hennen im Jahr. Dabei ist Ei nicht gleich Ei. Sie sind groß oder klein, braun oder weiß, auch die Eigelbe sind verschieden. Doch diese Unterschiede kommen nicht, wie man meinen könnte, durch verschiedene Hühnerrassen zustande, sondern liegen meist im Futter und dem Alter der Hennen begründet. So stammen größere Eier beispielsweise von älteren und kleinere von jüngeren Hennen. Ein Qualitätsunterschied besteht dabei nicht.

Wie testet man die Frische eines Eis?

Wenn Eier für rohe Speisen verwendet werden, sollten sie nicht älter als zehn Tage sein. Dabei stellt sich die Frage, wie man das Alter eines Eis erkennt, falls das Legedatum auf der Verpackung nicht angegeben ist. Die Antwort ist ganz einfach: Man nimmt das Mindesthaltbarkeitsdatum, zieht 28 Tage ab und erhält so den Ei-Geburtstag.

Eier, die älter als zehn Tage sind, sollten nur für Gerichte verwendet werden, die ausreichend erhitzt werden, wie beispielsweise Kuchen oder Kekse. Kurz nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums können Eier noch gegessen werden. Sie sollten allerdings mindestens zwölf Minuten gekocht werden.

Und was macht man mit Eiern, deren Verpackung man schon entsorgt hat? In diesem Fall hilft der Schwimmtest: Legen Sie ein rohes Ei in kaltes Wasser. Wenn das Ei flach auf dem Boden liegen bleibt, ist es noch sehr frisch. Hält es sich senkrecht in der Schwebe, so ist es schon zwei bis drei Wochen alt und sollte schnellstens verarbeitet werden - jedoch nicht mehr für rohe Speisen.

Wenn das Ei mit der Spitze deutlich aus dem Wasser ragt, hat sich die Luftkammer während der Lagerzeit schon stark vergrößert. Dieses Ei ist schon über ein Monat alt und sollte nicht mehr gegessen werden. Bei bereits gekochten Eiern lässt sich die Frische trotzdem noch erkennen. Schneiden Sie es dafür in Längsrichtung auf. Liegt der Dotter in der Mitte und ist die Luftkammer noch klein, dann war es frisch. Wenn die Luftkammer jedoch groß ist und der Dotter zur Eierschale verlagert liegt, ist das Ei älter.

Sind Verfärbungen ungesund?

Bei bunt gefärbten Eiern kann es durch das Aufspringen der Eierschale vorkommen, dass das Eiweiß mitgefärbt wird. Wenn für die Färbung Lebensmittelfarben verwendet wurden, können Sie solche Eier ohne Bedenken essen. Manche Eier - auch ungefärbte - können nach dem Kochen einen grünen Rand um den Dotter haben. Auch das ist nicht ungesund. Solche Eier haben nur zu lange im Kochtopf gelegen. Wenn Eier länger als zehn Minuten gekocht werden, verbindet sich das Eisen aus dem Eigelb mit dem Schwefel aus dem Eiklar zu Eisensulfid, das eine grüne Farbe hat, aber völlig unbedenklich ist.

Was bedeuten die Stempel-Kennzeichnungen auf Eiern?

Die Kennzeichung ist ein Code, der die Herkunft und die Haltungsform der Legehennen verrät. Die erste Zahl steht für die Haltungsform. Dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto glücklicher die Hühner.

So steht "0" für Bio-Erzeugung, diese Hühner leben in Freilandhaltung und bekommen nur Bio-Futter. 

Die Freilandeier mit der Kennzeichnung "1" stammen von Hennen, die mindestens vier Quadratmeter Grünfläche pro Henne zum Auslauf haben. Eine "2" steht für Bodenhaltung. Hier werden die Hühner zwar nicht in Käfigen gehalten, sie müssen sich aber zu neunt nur einen Quadratmeter Stahlboden teilen.

Die Eier mit der Ziffer "3" stammen aus Kleingruppenhaltung. Diese Haltungsform ist an die Stelle der nun in allen EU-Mitgliedsstaaten verbotenen Käfighaltung gekommen. Bei der Kleingruppenhaltung leben die Hühner in großen Käfigen mit Sitzstangen, Scharrmöglichkeit und abgedunkelten Nestern. Darin finden bis zu 60 Legehennen mehr Platz als in herkömmlichen Käfigen.

Die Buchstaben auf dem Ei verraten uns die Heimat der Hühner: AT steht für Österreich, DE für Deutschland, NL für Niederlande, IT für Italien usw. Anhand der Zahlenkombination kann man das Ei bis zum Erzeugerbetrieb zurückverfolgen. Jedem Betrieb wird eine individuelle Nummer zugeteilt. Gefärbte Eier unterliegen nicht der EU-Kennzeichnungsverordnung und müssen keinen Stempel tragen.

Gehören Eier in den Kühlschrank?

Komisch: Im Supermarkt liegen Eier in der Regel nicht im Kühlregal, zu Hause packen wir sie aber dann doch in den Kühlschrank. Macht das Sinn? Ja! Wenn das Ei quasi frisch gebrütet wurde, hält es sich durch eine natürliche Schutzschicht, die sogenannte Cuticula, und Enzyme im Inneren des Eis selber frisch - zumindest für die ersten 18 Tage ab dem Legedatum. Danach gehören Eier auf jeden Fall vor dem Verzehr in den Kühlschrank, da sich sonst Keime bilden könnten. Grundsätzlich sind rohe Eier 28 Tage zum Verzehr geeignet. Danach sollten sie nur noch für Speisen, die auf 70 Grad erhitzt werden, verwendet werden. Gekochte Eier sind zwei bis vier Wochen länger haltbar. 

Wie haltbar sind bunte Ostereier?

Bunt gefärbte Eier, die im Handel erhältlich sind, können ungekühlt bis zu drei Monate aufbewahrt werden, sofern die Schale unbeschädigt ist. Die lange Haltbarkeit liegt darin begründet, dass sie mit einem Schutzlack überzogen werden. So wird das Eindringen von Bakterien verhindert. Selbst gefärbte Eier, die hart gekocht wurden, sollten nicht abgeschreckt werden. Dadurch können das Wasser und eventuell darin enthaltene Keime durch die Poren der Schale ins Ei-Innere gelangen. Wenn die Schale nicht verletzt ist, sind auch selbst gekochte und gefärbte Eier einige Wochen bei Zimmertemperatur haltbar.

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