Büffelmozzarella: So leiden Kälber für den Luxuskäse

Büffelmozzarella: So leiden Kälber für den Luxuskäse

Büffelmozzarella: Männliche Kälber landen auf dem Müll

Büffelmozzarella ist weltweit beliebt, doch was kaum einer weiß: die Herstellungsbedingen des Luxuskäses sind oft grausam. Viele Bauern töten die männlichen Büffelkälber, da sie keine Milch geben - oder lassen sie einfach verhungern. Journalisten der 'Zeit' berichteten 2015 von schockierenden Zuständen auf einer italienischen Büffelfarm.

Die Milch für den berühmten Büffelmozzarella, den Mozzarella di Bufala, der traditionell in Kampanien in Süditalien hergestellt wird, stammt von Wasserbüffeln, deren Aufzucht mehr Sorgfalt und Pflege erfordert, als die von normalen Kühen - was auch den deutlich höheren Preis des Büffelmozzarellas erklärt. Das Fleisch der Büffel findet jedoch keine Abnehmer.

Tierschutzorganisationen wie 'Vier Pfoten' machten bereits im September 2014 darauf aufmerksam, unter welchen grausamen Bedingungen manche Büffelzüchter ihre Tiere halten und wie sie mit den männlichen Kälbern umgehen: Sie können sie nicht gebrauchen, da sie keine Milch geben und das Fleisch keiner kaufen will. Da es sich für sie nicht lohnt, die Kälbchen zu füttern, lassen sie sie nicht selten einfach verhungern. Und damit das Gebrüll der hungrigen Tiere nicht die Nachbarschaft stört, werden ihnen mitunter sogar die Mäuler zugebunden, wie Journalisten der 'Zeit' herausfanden.

Um die fette, nahrhafte Büffelmilch zu gewinnen, werden rund 380.000 Büffel in Italien gehalten. Man schätzt, dass rund 50.000 Büffelkälber, die pro Jahr geboren werden, männlich sind - und somit für die Bauern wertlos. Die Tiere müssen entsorgt werden, entweder legal im Schlachthof - oder eben illegal und somit preiswerter.

Die Tierschützer von 'Vier Pfoten' machten bereits Supermarktketten in Deutschland und Österreich auf die Zustände auf süditalienischen Büffelfarmen aufmerksam: 'Kaufland' kündigte daraufhin an, "gemeinsam mit Vier Pfoten eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von Büffeln herbeizuführen". Damit Lebewesen nicht mehr wie Müll behandelt werden.

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