Diese 7 Lebensmittel können in größerer Menge giftig sein

Frau isst Mandeln.
Healthy Food. Happy Woman Eating Nuts Holding Plate In Hands. Portrait Of Beautiful Smiling Female ON Diet With Raw Organic Almonds In Hands In Kitchen. Healthy Fats. High Quality (Healthy Food. Happy Woman Eating Nuts Holding Plate In Hands. Portrait © iStockphoto, istockphoto, Ihor Pukhnatyy

Auch an sich harmlose Lebensmittel können in hoher Dosis giftig wirken

Es gibt Pflanzen und Tiere, von denen weiß jeder, dass sie giftig sind: So käme wohl kaum jemand auf die Idee, in einen Fliegenpilz zu beißen oder einen Kugelfisch zu essen. Doch es gibt auch Lebensmittel, die an sich harmlos, in hoher Menge verzehrt jedoch giftig sind. So wurde aktuell einem 54-Jährigen seine Liebe zu Lakritz zum tödlichen Verhängnis. Wir verraten Ihnen, welche anderen Lebensmittel Sie ebenfalls nur in Maßen essen sollten.

Die Menge macht das Gift

Essen ist nicht nur lecker, sondern auch lebensnotwendig: Nahrung versorgt uns mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Energie. Dennoch sollten wir manche Lebensmittel mit Vorsicht und vor allem maßvoll genießen. Denn sie können nicht nur zu Magengrummeln,  sondern schlimmstenfalls zum Tode führen, wenn wir eine zu große Menge davon essen. Diese Lebensmittel zählen dazu.

Bittermandeln

Für viele gehören gebrannte Mandeln zu jedem Kirmes- oder Weihnachtsmarktbesuch. Auch in Form von Marzipan verzehren viele Mandeln in rauen Mengen. Doch Bittermandeln können im Rohzustand genossen Mandeln lebensgefährlich sein. Verantwortlich dafür ist das in Bittermandeln enthaltene Amygdalin, das in unserem Magen in Blausäure umgewandelt wird. Daher sollten Erwachsene nicht mehr als etwa 50 rohe Bittermandeln pro Tag essen, Kinder maximal fünf bis zehn.

Rhabarber

Ob kombiniert mit Erdbeere als Marmelade oder in Kuchen: Viele lieben den sauer-herben Geschmack von Rhabarber. Doch das Gemüse enthält Oxalsäure, die zu Vergiftungen führen kann. Sie verursacht unter anderem auch den stumpfen Geschmack, den Rhabarber nach dem Essen hinterlässt. Da Oxalsäure Nieren- und Blasensteinen führen kann, sollten Menschen mit Nierenbeschwerden komplett auf Rhabarber verzichten. Die meiste Oxalsäure steckt übrigens in den Blättern, weshalb Sie diese immer entfernen und keinesfalls mit essen sollten.  

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Grüne Bohnen

Auch bei Grünen Bohnen würde wohl niemand annehmen, dass der Verzehr in irgendeiner Form gefährlich sein könnte. Doch roh dürfen sie keinesfalls gegessen werden. Sie enthalten nämlich das für uns giftige Phaseolin. Dieser Eiweißstoff kann bei Menschen allergische Reaktionen auslösen und wird erst durch das Kochen zerstört. Vor allem Kinder sollten Sie im Auge behalten, wenn Sie im Garten grüne Bohnen züchten. Denn bei Kindern können bereits bis zu sechs roh verzehrte grüne Bohnen zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod führen.

Bitterstoffe in Gemüse können zur tödlichen Gefahr werden

Muskatnuss

Muskatnuss ist ein leckeres Gewürz und verleiht beispielsweise Püree, aber auch Lebkuchen einen besonderen Geschmack. Außerdem wird ihm – in geringen Dosen – eine anregende Wirkung zugeschrieben. In höherer Konzentration kann Muskat jedoch Halluzinationen auslösen und Kopf- und Magenschmerzen verursachen. Verantwortlich dafür ist das in Muskatnuss enthaltene ätherische Öl Myristicin. Bereits der Verzehr einer halben Muskatnuss kann für Erwachsene tödlich sein, bei Kindern genügt schon eine deutlich geringere Menge. Wer Muskat jedoch nur zum Würzen seiner Speisen verwendet, braucht sich über eine mögliche Vergiftung keine Gedanken zu machen.

Kartoffeln

Bei vielen Menschen kommen sie wenn nicht täglich, so doch mehrmals pro Woche auf den Tisch. Und doch enthalten Kartoffeln mit Solanin einen Stoff, der giftig ist. Mit Hilfe von Solanin schützt sich die Pflanze gegen Fäulniserreger. Besonders viel Solanin enthalten die grünen oder auch keimende Stellen in Kartoffeln. Diese sollten Sie also immer wegschneiden. Solanin kann Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen auslösen, schlimmstenfalls aber auch tödlich wirken. Doch Solanin wird beim Kochen weitestgehend zerstört, sodass Sie sich beim Verzehr gekochter Kartoffeln keine Sorgen machen müssen. 

+++Diese Gemüsesorten sollten Sie nicht roh essen!+++

Pilze

Ob Steinpilze, Champignons oder Pfifferlinge: Sie alle sind genießbar und meist auch für Laien leicht zu erkennen. Doch so einfach ist es nicht bei allen Pilzen: Immer wieder erkranken Pilzsammler, weil sie Pilze schlichtweg verwechselt und versehentlich einen ungenießbaren unter die genießbaren gemischt haben. Um sich vor Fressfeinden zu schützen, produzieren viele Pilze nämlich Gift. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Pilze ausschließlich bei einem vertrauenswürdigen Händler kaufen. 

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Kidneybohnen

Ob im Salat oder in Chili con carne: Kidneybohnen sind eine sehr beliebte Bohnenart. Und dennoch zählen Kidneybohnen zu den giftigsten Lebensmitteln überhaupt. Grund dafür ist ihr hoher Gehalt an Phytohämagglutinin, das aber beim Kochen zerfällt und damit unschädlich wird. Wichtig ist jedoch, dass das Wasser wirklich kocht. Werden die Bohnen lediglich erhitzt, kann sich die Menge des giftigen Stoffs sogar noch erhöhen. Kidneybohnen, die Sie in Konservendosen im Supermarkt kaufen, sind übrigens schon gekocht und können bedenkenlos zum Kochen und für Salat verwendet werden. 

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