Abnehmen dank Tanyzyten: Hungersteuernde Zellen entdeckt

Hunger-Zellen im Gehirn entdeckt
Hunger-Zellen im Gehirn entdeckt Neue Möglichkeiten zum Abnehmen 00:00:25
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Tanyzyten bieten ganz neue Möglichkeiten zum Abnehmen

Abnehmen ist Kopfsache. Forscher der Universität Warwick haben jetzt jene Gehirnzellen entdeckt, die unseren Appetit zügeln, sogenannte Tanyzyten. Mit dieser Erkenntnis könne man zukünftig sogar das Hungergefühl regulieren, glauben die Forscher.

Gehirnzellen kontrollieren indirekt das Körpergewicht

Tanyzyten entdecken bestimmte Stoffe im Essen und melden dem Gehirn dann, dass wir satt sind. Die Forscher der Universität Warwick haben diese Reaktion sichtbar gemacht.

Die Tanyzyten oder auch Appetit-Zellen im Gehirn reagieren besonders auf die Aminosäuren Arginin und Lysin. Sie kommen zum Beispiel in hoher Konzentration in Schweineschulter, Beefsteak, Hühnerfleisch, Makrelen, Aprikosen, Pflaumen, Linsen und Mandeln vor. Wer diese Lebensmittel isst, ist also schneller satt. Dafür setzten die Forscher die Hirnzellen den Aminosäuren aus. In nur 30 Sekunden reagierten die Zellen darauf und sendeten Impulse an die Region im Gehirn, die den Appetit und das Körpergewicht kontrolliert. Nicholas Dale, Professor für Neurowissenschaften an der Universität Warwick, sagt: "Das Aminosäureniveau im Blut und im Gehirn ist nach jeder Mahlzeit ein sehr wichtiges Signal, das das Sättigungsgefühl vermittelt."

Tanyzyten modulieren die Hormonfreisetzung und bremsen die Freisetzung von Schilddrüsenhormonen. Somit kontrollieren sie indirekt das Körpergewicht. Künftig könnte man den Hunger also nach Belieben steuern. Die Forscher wollen diesen Mechanismus nun weiter erforschen, um Diäten deutlich effektiver zu machen.