Zwiebeln: Lauchgewächs mit erstaunlichen Heilkräften

Darum sollten Sie öfter rote Zwiebeln essen
Darum sollten Sie öfter rote Zwiebeln essen 7 wunderbare Wirkungen 00:01:30
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Rote Zwiebeln - unter der Haut steckt gesunde Vielfalt

Manchen Menschen treibt bereits der Gedanke ans Zwiebelschneiden die Tränen in die Augen. Dabei bieten Zwiebeln uns eigentlich keinen Grund zum Weinen: Sie sind nicht nur Tausendsassas in der Küche, sondern besitzen darüber hinaus erstaunliche Heilkräfte. Im Video verraten wir Ihnen sieben Gründe, warum Sie ab sofort öfter - vor allem rote - Zwiebeln essen sollten.

Das macht Zwiebeln so gesund

Wissenswertes über Zwiebeln
Zwiebeln stecken voller Vitamine © Marek Mnich

Nährwerte von Zwiebeln

Frische Zwiebeln bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser und zu über 9 Prozent aus wasserlöslichen Kohlenhydraten. Gesundheitsfördernd wirkt der hohe Anteil an Mineralstoffen - vor allem Kalium, Calcium und Phosphor – und Vitaminen. Dazu kommen zahlreiche Sekundärpflanzenstoffe, die nicht nur die Pflanze selbst vor Schädlingen und Krankheiten schützen, sondern auch für uns Menschen gut sind: Zwiebeln enthalten ein natürliches Antibiotikum, das bei Infektionen entzündungshemmend wirkt und Nasen-, Mund- und Rachenraum desinfiziert. Nicht umsonst wurde die Küchenzwiebel 2015 zur "Heilpflanze des Jahres" gewählt. Belegt ist, dass Zwiebeln gegen Appetitlosigkeit helfen, altersbedingten Gefäßveränderungen vorbeugen und die Blutfettwerte senken können.

Außerdem sind seit Jahrhunderten viele volksmedizinische Anwendungen für Zwiebeln bekannt: So hilft Zwiebelsaft bei Erkältung sowie gegen Husten und Bronchitis. Zwiebeln äußerlich angewendet können bei Insektenstichen oder leichten Verbrennungen Abhilfe schaffen und auch Furunkel sowie Warzen beseitigen. Der Zwiebelwickel ist ein altes und probates Mittel bei Erkrankungen der oberen Luftwege. Er kann auch genutzt werden, um Zwiebeln bei Ohrenschmerzen als Heilmittel einzusetzen.

Geschichte und Herkunft von Zwiebeln

Die Zwiebel ist eine unserer ältesten Gemüsepflanzen und wird bereits seit über 5.000 Jahren verwendet. Ursprünglich kam sie vermutlich aus den Gebirgsregionen Westasiens und eroberte von dort aus zunächst den Orient und später auch Mitteleuropa. Neben Rettich, Lauch und Knoblauch war sie das Hauptnahrungsmittel und wahrscheinlich auch Zahlungsmittel für die beim Pyramidenbau in Ägypten eingesetzten Arbeiter, wie alte Wandgemälde und Inschriften belegen. Römische Legionäre brachten die Zwiebel später nach Mitteleuropa.

Saison, Sorten und Geschmack von Zwiebeln

Frisch geerntete Zwiebeln gibt es in Deutschland ab Mitte Juni bis in den Herbst hinein. Dank der vielen lagerfähigen Sorten müssen Sie aber auch das restliche Jahr nicht auf sie verzichten. Am gebräuchlichsten ist die Küchenzwiebel mit ihrer gelben bis hellbraunen Schale. Zu den bekanntesten Sorten dieses Allroundtalents gehören die „Stuttgarter Riesen“ und die „gelbe Zittauer“. Etwas milder und süßer schmeckt die rote Zwiebel. Sie ist wegen ihrer dünneren Haut auch leichter zu schälen. Relativ selten wird hierzulande die weiße Zwiebel angebaut, die sich durch einen besonders feinen und milden Geschmack auszeichnet.

Die Königin unter den Zwiebeln ist zweifellos die meist längliche Schalotte, deren eher zartes Aroma sie für die Verwendung in Saucen prädestiniert. Die Gemüsezwiebel, die pro Stück bis zu 250 Gramm auf die Waage bringt, eignet sich beispielsweise zum Füllen mit Hackfleisch. Auf der anderen Seite der Gewichtsskala befinden sich die kleinen Perl-und Silberzwiebeln, die als geschmorte Beilage zu Fleisch oder sauer eingelegt am besten schmecken.