Warum Sie niemals Kaffee im Flugzeug trinken sollten

Kaffee im Flugzeug
Ein Kaffee im Flugzeug gehört für viele Passagiere einfach dazu. © Lorraine Boogich

Ekel-Keime in den Leitungen

Der Wecker klingelt mitten in der Nacht, man hetzt zum Gate, quetscht sich in die viel zu engen Reihen im Flugzeug und… endlich durchatmen! Gleich gibt’s Kaffee! Doch genau davon sollten Sie lieber die Finger lassen. Warum Bordpersonal bei der Arbeit niemals Heißgetränke anrühren würde. 

Flugbegleiter packen aus

"Flugbegleiter trinken nie heißes Wasser an Bord einer Maschine. Sie werden weder Kaffee, noch Tee trinken", so ein Flugbegleiter, der anonym bleiben möchte, zum Newsportal 'Businessinsider'. Und warum? Die Schläuche und Behälter, aus denen das Wasser kommt, sind oft voller coliformer Bakterien. Bei einer Stichprobe wurden in jedem achten Flugzeug solche Ekelkeime entdeckt.  

"Das liegt vor allem daran, dass niemand den Behälter der Heißgetränke reinigt. Wegen des niedrigen Gehalts interessiert es die verantwortlichen Dienstleister herzlich wenig, ob die Behälter gereinigt sind oder nicht", warnt beispielsweise User 'WorseToWorser' im Internet-Forum 'Reddit', wo Insider gerne mal plaudern und über die Zustände an Bord auspacken.

Zwar gibt es von Seiten der 'Environmental Protection Agency' (EPA) immer wieder Untersuchungen, sagt der Verband der Flugbegleiter in den USA. Jedoch könne jede Airline selbst entscheiden, wie oft die Zuläufe gereinigt und getestet würden.

Und wie sieht es in Deutschland aus? "Lufthansa überprüft ihre Flugzeuge selbst regelmäßig, das heißt einmal im Jahr. Diese Befunde kriegen wir als Gesundheitsamt und überprüfen unsererseits jedes Flugzeug etwa alle drei bis vier Jahre. Die Ergebnisse sind in aller Regel sehr gut. Sollte es Auffälligkeiten geben, werden Leitungen und Tanks desinfiziert. Doch diese Auffälligkeiten liegen bei etwa unter einem Prozent, und auch von krank machenden Keimen ist da nicht die Rede", zitiert die Bild-Zeitung einen Flugzeug-Ingenieur.

Trotzdem: Beim nächsten Flug dann vielleicht doch lieber Tomatensaft.