Tomaten gesund: Wirkstoff kann Schlaganfall vorbeugen

Tomaten sind noch viel gesünder als gedacht

Sie mögen Tomaten? Sehr gut! Die Reihe der positiven Eigenschaften, die jetzt in Tomaten entdeckt werden, nimmt einfach kein Ende. Finnische Wissenschaftler der Universität von Ostfinnland in Kuopio haben herausgefunden, dass Tomaten das Schlaganfall-Risiko deutlich vermindern.

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Maßgeblich für diese segensreiche Eigenschaft sei der Wirkstoff Lykopin. Er ist der Stoff, der Tomaten und Hagebutten ihre rote Farbe verleiht. Es handelt sich um ein starkes Antioxidans, also einen Stoff, der schädliche Radikale aus dem Stoffwechsel unschädlich macht.

Die Forscher untersuchten das Blut von über 1.000 Männern im Alter zwischen 46 und 65 Jahren regelmäßig über zwölf Jahre hinweg. Sie ermittelten: Die Männer mit dem höchsten Lykopin-Gehalt im Blut hatten ein um 55 Prozent niedrigeres Risiko für Schlaganfall als die mit dem niedrigsten Lykopin-Gehalt.

Reife Tomaten enthalten 4 bis 6 Milligramm Lykopin pro 100 Gramm. Besonders viel Lykopin ist in Dosentomaten. Deren Lykopin-Anteil ist etwa doppelt so hoch, weil sie besonders reif geerntet werden. Noch höhere Lykopin-Gehalte gibt es in Tomatenmark. Hier geht man von 62 Milligramm pro 100 Gramm aus.

Besonders wirksam: Tomatensoße!

Die höchste Wirksamkeit zeigte Lykopin in Zusammenhang mit Fett: Möglicherweise liegt die von Experten immer wieder gepriesene gesundheitsfördernde Wirkung der 'mediterranen Küche' genau in der beliebten Tomatensoße mit angedünstetem Tomatenmark.

Tomaten - das wurde in anderen Studien bereits nachgewiesen - senken außerdem den Cholesterinspiegel, schützen vor Diabetes, Osteoporose und Unfruchtbarkeit.

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