Rosmarin: Zubereitung und Haltbarmachen des gesunden Krauts

Rosmarin wächst in einem Kräutergarten in Sieversdorf (Brandenburg), fotografiert am 28.06.2015. Rosmarin (Rosmarinus officinalis) enthält ätherische Öle, die bei Blähungen und auch gegen ein Völlegefühl helfen können. Foto: Patrick Pleul
Rosmarin kann auch für köstliches Öl verwendet werden. © picture alliance / ZB, Patrick Pleul

Wie wird Rosmarin haltbar?

Eine beliebte Art, um Rosmarin haltbar zu machen, besteht in der Herstellung eines Rosmarin-Öls. Dazu geben Sie die Blätter einfach in ein hochwertiges Speiseöl. Traditionell wird hierfür Olivenöl verwendet, Sie können aber auch mit anderen Ölen experimentieren. Manche geben die Blätter mitsamt den Zweigen in das Öl. Das sorgt zusätzlich für einen schönen optischen Effekt. Nach sechs bis acht Wochen Lagerung an einem kühlen und dunklen Ort können Sie das Rosmarinöl verwenden, das nun den Geschmack des würzigen Krauts angenommen hat.

Nährwerte und Besonderheiten von Rosmarin

In 100 g frischem Rosmarin befinden sich 57 Kalorien, weniger als ein Gramm Eiweiß und 2,51 g Fett. Hinzu kommen 7,66 g Kohlenhydrate, 2,91 g Ballaststoffe, 211 mg Kalzium und 157 mg Kalium. Ebenso enthält er 36 mg Magnesium pro 100 g. Wie gesund Rosmarin tatsächlich ist, lässt sich jedoch nicht anhand der Nährwerte erkennen. Rosmarin enthält verschiedene ätherische Öle und ist ein Heilmittel für viele körperliche und seelische Beschwerden. Es soll beispielsweise bei Depressionen, Muskelkater, Akne, Atemwegserkrankungen, Herzschwäche, Leberschwäche, Rheuma, Spastik und Schimmelpilzinfektionen helfen. Außerdem beschleunigt es die Wundheilung und hilft bei Cellulitis.

Obwohl Rosmarinöl sehr gesund ist, muss von einer Überdosierung abgeraten werden. In hohen Dosen kann es toxisch wirken und Rauschzustände hervorrufen. Schwangere Frauen sollten Rosmarinöl weder verzehren noch äußerlich anwenden. Dies gilt auch für Babys, Kinder, Epileptiker und Menschen mit hohem Blutdruck. Umgekehrt ist ein Fußbad mit Rosmarinöl als Zusatz allerdings ein probates Mittel gegen unregelmäßige Menstruation. Wie so oft gilt auch hier, dass es die Dosis ist, die zwischen Heilmittel und toxischer Wirkung unterscheidet.


Anbau und Zubereitungstipps von Rosmarin

Rosmarin
Rosmarin ist vor allem in mediterranen Gerichten beliebt. © emmi - Fotolia

Besonders in mediterranen Rezepten findet Rosmarin Verwendung. Aber auch Speisen aus anderen Regionen sowie Eigenkreationen lassen sich durch ihn aufwerten. Probieren Sie ein paar Klassiker aus, bei denen das Kraut unerlässlich ist: Wie wäre es beispielsweise damit, Kartoffeln mit etwas Rosmarin zu würzen? Dass auch Süßspeisen vom "Meerkraut" profitieren können, zeigt der beliebte Äpfel-Birnen-Salat. Mischen Sie hier noch etwas Honig und Lorbeerblätter bei, um den aromatischen Geschmack zu verstärken. Feinschmecker vermischen Rosmarinzweige mit einer geriebenen Zitronenschale sowie Salz und erhalten so ein Gewürz, das gerade bei Geflügel und Fisch seine volle geschmackliche Wirkung entfaltet.

Beim Anbau des Krauts ist es sehr wichtig, Ihren Rosmarin zu pflegen. Das gelingt nicht nur im eigenen Garten, sondern auch auf dem Balkon. Alles, was Sie beachten müssen, ist, dass eine gewisse Wärme vonnöten ist und er keine Staunässe verträgt. Zudem gedeiht Rosmarin in sandiger Erde am besten, die niemals ganz austrocknen sollte. Um Rosmarin zu vermehren, entfernen Sie einfach ein paar junge Stiele und pflanzen sie in Anzuchterde ein. Wenn sie groß genug sind, können Sie sie auf mehrere Töpfe verteilen.