Light-Getränke können ungesund sein und erhöhen das Diabetes-Risiko!

Ernährungsexperte klärt auf!
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Light-Getränke erhöhen Diabetes-Risiko

Um Ihrer Gesundheit - und vor allem Ihrer Figur – etwas Gutes zu tun, greifen viele Menschen zu Light-Produkten. Vor allem Softdrinks wie Cola oder auch Energy-Drinks in der Light-Version sind sehr beliebt. Was viele nicht wissen: Die Limonaden, die mit Süßstoffen gesüßt sind, haben zwar keine Kalorien. Dennoch erhöhen Light-Getränke das Diabetes-Risiko und können das Gewicht beeinflussen, indem Sie Heißhunger begünstigen.

So wurde im Rahmen einer Langzeitstudie der Universität von Texas nachgewiesen, dass Light-Getränke die Gewichtszunahme fördern: Dazu wurde die Gewichtsentwicklung von insgesamt 494 Menschen über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet. Dabei trank die eine Hälfte Light-Getränke, die andere nicht. Gemessen wurde der Taillenumfang. Insgesamt nahmen alle Probanden zu. Allerdings lag der Taillenumfang bei den Light-Trinkern um bis zu 70 Prozent höher gegenüber der Kontrollgruppe. Bei denjenigen Probanden, die zwei oder mehr Light-Getränke am Tag zu sich nahmen, stieg der Taillenumfang sogar um bis zu 500 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. Laut den Forschern nehmen Menschen, die Light-Getränke trinken, mehr Kalorien durchs Essen zu sich. Sie vermuten, dass der Körper auf die leeren Kalorien des Süßstoffs mit Heißhunger reagiert und die Menschen mehr essen.

In einer Studie des französischen Forschungsinstituts INSERM konnten Forscher im Jahr 2013 nachweisen, dass Light-Getränke das Risiko für Diabetes erhöhen. Der Grund: Der Körper reagiert auf Süßstoffe in Light-Getränken ähnlich wie auf Zucker - und schüttet Insulin aus. Das erhöht das Diabetes-Risiko. Bei Frauen erhöhen süßstoffhaltige Getränke das Risiko für Diabetes sogar stärker als zuckerhaltige Getränke.

Ausgewertet wurden für die Studie Daten von gut 66.000 Frauen, die jeweils über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden. Dabei verglichen die Wissenschaftler die Daten von Frauen, die angegeben haben, häufig frisch gepresste Obstsäfte zu trinken mit denen von Frauen, die erklärten, oft zu Light-Softdrinks zu greifen.

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Heißhunger-Attacken durch Light-Getränke

Das Ergebnis: Während die Safttrinkerinnen kein erhöhtes Diabetes-Risiko haben, steigt das Risiko für Diabetes bei den Frauen, die viele Light-Softdrinks zu sich nehmen, analog zu der konsumierten Menge: Wer pro Woche mindestens einen halben Liter Light-Cola und Co. trinkt, erhöht sein Diabetes-Risiko um 15 Prozent. Wer bis zu eineinhalb Liter der Light-Brausen trinkt, erhöht sein Diabetes-Risiko um beachtliche 59 Prozent.

Die Erklärung der Wissenschaftler: Der in Light-Getränken verwendete Süßstoff Aspartam hat zwar keine Kalorien, allerdings reagiert der Körper auf ihn ähnlich wie auf Zucker: er schüttet Insulin aus. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel. Da der Süßstoff aber letztlich keine verwertbaren Kohlenhydrate bzw. Kalorien liefert, sinkt der Blutzuckerspiegel wieder ab – das wiederum steigert den Heißhunger, den viele erneut mit Light-Produkten stillen wollen. So entsteht ein Teufelskreis, der letztlich dazu führen kann, dass der Körper resistent wird gegen Insulin. Und genau diese Insulin-Resistenz ist die Ursache für Diabetes. Daher gilt: Auch Light-Getränke sollten nur in Maßen getrunken werden.

Kritiker bemängeln allerdings, dass die Forscher die Studie ausschließlich auf (Light-)Getränke beschränkt und weitere Informationen zum Ernährungs- und Lebensstil der Probanden außen vor gelassen hätten. Diese spielten aber für die Entstehung von Diabetes eine mindestens ebenso große Rolle. Demnach sei es schwierig, das Risiko für Diabetes Typ 2 ausschließlich mit dem Konsum von Light-Getränken zu begründen.

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