Los
Newsletter bestellen

Stiftung Warentest bestätigt: Saftbars bieten Gesundes

Fruchtige Säfte für jeden Geschmack, erfrischend und so schön kühl – gerade im Sommer locken zahlreiche Saftbars durstige Menschen in Innenstädten, Bahnhöfen und Einkaufszentren mit „Säften to go“. Für die frisch gepresste Abkühlung sind viele bereit tief  in die Tasche zu greifen. Doch lohnt sich eine solche Investition? Sind die Säfte wirklich so gesund wie sie aussehen?

 

Stiftung Warentest hat 14 frisch gepresste Orangensäfte aus Saftbars unter die Lupe genommen und war von dem Ergebnis positiv überrascht. In keinem der getesteten Säfte waren die Krankheitserreger Listerien oder Salmonellen zu finden. Sieben Säfte waren in Bezug auf andere Keime gut oder besser, fünf befriedigend, nur jeweils ein Saft war ausreichend und mangelhaft. Ein Orangensaft war fast verdorben und schmeckte deutlich nach anderen Früchten. Frei von Pestiziden war jedoch kein Orangensaft.

Entsafter gegen Handpresse: Auf die Hygiene kommt es an

Egal, ob die Betreiber die Früchte automatisch oder per Hand pressen, regelmäßige Reinigung muss das höchste Gebot sein. Um Geschmacksverfälschungen zu verhindern, sollten die Pressen bei jedem Wechsel der Fruchtsorten gesäubert werden. So wird auch verhindert, dass sich in Saft- und Obstresten Keime vermehren. Der Test hat gezeigt, dass bei guter Hygiene sowohl direkt gepresste als auch vorgepresste Säfte aus einem Krug qualitativ vergleichbar sind.

 

Pestizide in Säften: Woher stammen sie und wie gefährlich sind sie?

Anders als in vergangenen Tests von Säften aus Flaschen und Kartons wurden in frisch gepressten Säften Rückstände von Pestiziden gefunden. Das liegt daran, dass die Industrie frisch gepflückte und unbehandelte Orangen verwendet. Die Betreiber von Saftbars greifen dagegen auf Tafelobst zurück, das - im Fall von Orangen – nach der Ernte meist mit Pestiziden behandelt werden. Beim Pressen können diese dann von der Schale in den Saft gelangen. Im Test wurden drei verschiedene Pestizidarten nachgewiesen, die jedoch kein Risiko für die Gesundheit darstellen. Unbehandelte Orangen und Biofrüchte oder Abwaschen der Früchte mit warmem Wasser wäre ein Weg für die Saftbars, die Belastung mit Pestiziden zu vermeiden.

Die meisten Säfte schmecken gut

Mit Ausnahme von zwei Anbietern haben alle Testsäfte im Punkto Geschmack gepunktet: Sie schmeckten wie erwartet wie frisch gepresst. Im Gegensatz zu Industriesäften werden frisch gepresste Säfte nicht erhitzt und enthalten deswegen noch Enzyme und Mikroorganismen, die für das Aroma zuständig sind. Der einzige Nachteil: Sie halten sich nicht lang. Was bei einem „Saft to go“ aber sowieso keine Rolle spielt, er landet erfahrungsgemäß sofort im Magen.

Kochbar.de > Lebensmittel > Stiftung Warentest bestätigt: Saftbars bieten Gesundes
© kochbar.de: Sie lesen gerade Rezepte, Koch-Forum, Tim Mälzer Videos - Kochen, Backen, Essen - kochbar, die Koch-Community