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Studie: Bio ist nicht gesünder, aber besser für die Umwelt

Milch von glücklichen Kühen und Eier ohne Dioxin: immer mehr Menschen greifen zu Bio-Produkten, in dem Glauben sich und den Tieren damit etwas Gutes zu tun. Nun haben Wissenschaftler der Universität Stanford herausgefunden, dass es keinen eindeutigen Beweis dafür gibt, dass Bio-Lebensmittel nährstoffreicher oder besser für die Gesundheit des Menschen sind.

 

Nach der Auswertung von 223 Untersuchungen kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass sich die Bio-Produkte im Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln kaum bezüglich ihres Vitamin-, Fett oder Proteingehalts unterscheiden. Außerdem konnte bei keiner der Produktgruppen ein höherer Anteil an Krankheitserregern gefunden werden. Hinsichtlich der Pestizidbelastung zeigten Bio-Obst und -Gemüse jedoch bessere Ergebnisse als andere Produkte. Konventionelle Lebensmittel wiesen zwar nur geringe Belastungen innerhalb der Grenzwerte auf, jedoch gibt es auch noch keine Studien zu möglichen Effekte durch die Kombination verschiedenster Rückstände.

 

Der Vorteil der Bio-Landwirtschaft für Tiere und Natur liegt auf der Hand: Agrarforscher  betonen die wesentlich größere Artenvielfalt auf dem Land von Bio-Betrieben. Die Belastung des Grundwassers ist deutlich geringer und die Zahl von Mikroorganismen, Vögeln und anderen Lebewesen erheblich höher. Ob Bio-Produkte also gesünder sind, ist nur die eine Seite der Medaille, denn die positiven Effekte ökologischer Landwirtschaft sind durchaus weitreichender.

 

VIDEO: Bio nicht gesünder

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