Kreuzallergie Birke und Soja: Das sollten Sie beachten

Darum vertragen Nussallergiker meist auch keine Äpfel!
Darum vertragen Nussallergiker meist auch keine Äpfel! Kreuzallergien sind schuld 00:02:27
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Wenn eine Allergie das Einkaufen erschwert: Zutatenliste schafft Klarheit

Was haben Birke und Soja gemeinsam? Etwa 400.000 Deutsche kennen die Antwort sehr gut. Sie leiden an der sogenannten Kreuzallergie und reagieren sowohl auf Birkenpollen als auch auf Sojaprodukte allergisch. Das Einkaufen kann bei den Betroffenen etwas langwieriger sein. Da wird eine Zutatenliste nach der anderen geduldig studiert, bis man zum Beispiel eine Schokolade gefunden hat, die keine Spuren von Soja oder Nüssen enthält.  Diese Allergie war vor einigen Jahren noch gar nicht bekannt. Sie breitet sich aber nun, seit Soja die Supermarktregale erobert, immer weiter aus.

Soja-Allergiker müssen alle Sojaprodukte vom Speiseplan streichen. Dazu gehören neben Sojamilch und Sojasoße auch Tofu und viele verarbeitete Lebensmittel, die Soja enthalten. 

Fast alle Betroffenen sind nicht nur gegen Soja allergisch, sondern auch gegen andere Stoffe, vor allem Birkenpollen. Der Körper reagiert mit Juckreiz oder Atemnot, weil er die Eiweißbausteine von Soja nicht von den sehr ähnlichen Birkenpollen-Proteinen unterscheiden kann.  Eine typische Kreuzallergie: Wer allergisch auf Birkenpollen reagiert, verträgt oft auch keine Birnen, Äpfel, Möhren, Haselnüsse, Erdnüsse, Sellerie, Kiwis oder eben Sojabohnen. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass der Betroffene die ganze Palette nicht verträgt. Er muss es ausprobieren. Das Problem ist nur,  dass der Verbraucher gerade bei Fertigprodukten oft nicht auf Anhieb sehen kann, was drin ist. Er muss die Zutatenliste aufmerksam studieren, um die unverträglichen Zutaten zu erkennen. Bei verpackten Produkten müssen Soja-Allergene und andere häufige Allergie auslösende Stoffe in der Zutatenliste stehen. Bei offenen Lebensmitteln wie beim Brot vom Bäcker oder der Wurst vom Metzger kann der Hinweis auf Soja jedoch fehlen – da hilft nur Nachfragen. Das wird sich glücklicherweise bald ändern: Ab dem 13. Dezember 2014 müssen Allergene – also auch Soja – auch bei unverpackten Waren gekennzeichnet werden.