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Selbstgemacht vs. tiefgekühlt: So gelingen die perfekten Pommes

Preis, Aufwand, Fettgehalt und Gesundheitscheck im Test

Lang, dünn, innen weich und außen kross: Das sind die Pommes Frites, wie sie jeder kennt und liebt. Doch was macht die perfekte Pommes wirklich aus? Und: Schmeckt die selbst gemachte Variante besser als das Fertigprodukt aus dem Supermarkt? Der große Pommes-Check verrät Ihnen, wie man die besten und gesündesten Fritten hinbekommt.

1. Test: Preis und Zeitaufwand

Die ausgewählten Tiefkühlpommes für den Backofen kosten 32 Cent pro 100 Gramm. Damit sind sie zwar die teuersten im Test, dafür aber sehr einfach zuzubereiten: Pommes auf dem Backblech verteilen, in den vorgeheizten Ofen schieben und nach 25 Minuten ist alles goldbraun und fertig.

 

Dagegen kosten die Tiefkühlpommes für die Fritteuse nur 10 Cent pro 100 Gramm - und sind damit 20 Cent günstiger als die Backofenvariante. Auch bei der Zubereitung gibt es Pluspunkte, denn die nimmt nur zehn Minuten in Anspruch.

 

Die Alternative zu Tiefkühl heißt: Selber machen! Ganz einfach aus frischen Kartoffeln. Diese Variante kostet - egal, ob für Fritteuse oder Backofen - etwa 10 Cent pro 100 Gramm. Allerdings müssen die Kartoffeln hier erst einmal geschält und geschnippelt werden. Für die Zubereitung in der Fritteuse kommen sie dann für zehn Minuten in ein Wasserbad, damit die Stärke austritt und die Pommes später schön knusprig werden. Danach geht es ab ins Fett. Stolze 45 Minuten dauert diese Variante! Die Zubereitung im Backofen (geschnittene Kartoffeln in einen Gefrierbeutel geben, einen Teelöffel Öl dazu und ab in den Ofen) dauert immerhin auch 34 Minuten!

2. Test: Fettgehalt

Über den Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Beim Fettgehalt ist das Ergebnis aber eindeutig: Gewinner sind die selbst gemachten Pommes aus dem Ofen mit nur 2,2 Gramm Fett pro 100 Gramm. Verlierer sind die Tiefkühlpommes aus der Fritteuse, denn darin stecken satte 10 Gramm Fett pro 100 Gramm!

3. Test: Gesundheitscheck

Da Acrylamid durch Backen, Rösten, Grillen, Frittieren und Braten in Lebensmitteln auftauchen und dadurch Erbgut schädigen und Krebs erregen kann, werden beim Pommes-Check bei allen vier Varianten die Acrylamid-Werte miteinander verglichen. Und das Ergebnis zeigt: Die Verlierer im Gesundheitscheck sind die selbst gemachten Pommes aus der Fritteuse, Sieger hingegen die Tiefkühlpommes aus dem Backofen.

Fazit des großen Pommes-Checks:

Alle vier Varianten haben Vor- und Nachteile: Die Tiefkühlpommes für den Backofen waren teuer, fettig und dauerten lange - hatten aber den geringsten Acrylamidgehalt. Die Tiefkühlpommes für die Fritteuse punkteten in Sachen Preis, Zeit und Acrylamidgehalt, waren jedoch sehr fettig. Die selbst gemachten Pommes aus dem Backofen waren günstig und hatten kaum Fett, sowohl Zeitaufwand als auch Acrylamidgehalt waren aber sehr hoch. Gleiches Bild bei den selbst gemachten Fritten aus der Fritteuse - auch die waren günstig, schnell und nicht zu fettig. Doch auch hier war der Acrylamidgehalt sehr hoch.

 

Insgesamt hat damit die Tiefkühlvariante für die Fritteuse am besten abgeschnitten - einziger Haken: Der hohe Fettgehalt. Aber auch der ist akzeptabel, wenn die Fritten nicht allzu oft auf den Tisch kommen. Und wenn man zum Frittieren statt Palmfett ein gesundes Öl wie z.B. Rapsöl nimmt, ist es gar nicht so ungesund.

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