Histaminintoleranz: Die richtige Ernährung hilft

Histaminintoleranz
Histaminintoleranz: Bauchschmerzen können die Folge sein

So lassen sich Symptome bei einer Histaminintoleranz lindern

Der Kopf dröhnt, der Bauch schmerzt, die Haut juckt - viele Symptome, eine Diagnose: Histaminintoleranz, eine Unverträglichkeit gegen einen Botenstoff, der in vielen Lebensmitteln enthalten ist und normalerweise vom Körper abgebaut wird.

Doch bei einigen Menschen funktioniert dieser Abbau im Dünndarm nicht: Vielfältige Beschwerden können die Folgen sein. Dadurch suchen die meisten Betroffenen jahrelang nach einer Erklärung für ihre Leiden, da die Histaminunverträglichkeit oft mit einer Lebensmittelallergie verwechselt wird.

Dabei ist ein bestimmtes Enzym für den Abbau des Histamins verantwortlich - die Diaminoxidase. Liegt im Dünndarm ein Mangel an diesem Enzym vor, kann es zu einem Histamin-Überschuss im Körper kommen, der allergie-ähnliche Reaktionen auslöst.

Je frischer ein Lebensmittel, desto geringer das Histaminintoleranz-Risiko

Ein Blut- oder Stuhltest zeigt zwar eine Tendenz, Klarheit darüber, ob man unter einer Histaminintoleranz leidet, schafft aber erst eine dreiwöchige Ernährungsumstellung auf histaminarme Kost. Das bedeutet: Alle Lebensmittel, die eine Reifung hinter sich haben, wie Käse oder Salami, aber auch Fertiggerichte sind zu vermeiden.

Laut Dr. Niels Schulz-Ruhtenberg, Facharzt für Ernährungswissenschaften gilt als Faustregel: Je frischer ein Lebensmittel, umso weniger Histamin.

Statt reifem Käse sollte man lieber Mozarella, statt geräuchertem Schinken lieber Kochschinken, keine Dosenprodukte, sondern Frisches verwenden. Auch Hefe und Weizen rufen oft Beschwerden hervor, sowie bestimmte Gemüse- und Obstsorten. Ausführliche Listen der Lebensmittel gibt es im Internet oder beim Ernährungsmediziner.