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Fette in Fast Food machen aggressiver als Alkohol

Wissenschaftler der Universität Kalifornien haben den Einfluss der sogenannten Transfettsäuren auf die Reizbarkeit und Ungeduld von Menschen erforscht. Transfettsäuren entstehen überwiegend bei der industriellen Härtung von Pflanzenfetten und in kleinen Mengen im Pansen von Kühen. So kommen sie vor allem in Fast Food, Backwaren, einigen Margarinesorten und fettreichen Milchprodukten vor. Das Resultat der Studie: Transfettsäuren machen ungeduldig, reizbar und aggressiv. Der Effekt sei sogar stärker als bei Alkohol.

 

Bekannt sind die negativen Folgen des Konsums gehärteter Pflanzenfette in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen seit längerem: Der Cholesterinspiegel steigt durch den Verzehr deutlich an. Dass die künstlichen Fette auch einen Einfluss auf unsere Stimmung haben, ist hingegen so neu wie verblüffend.

Auf Krawall gebürstet durch schlechte Ernährung?

Tausend Probanden wurden während der Studie auf ihren bisherigen Lebensverlauf, ihre Konfliktstrategien und ihre Selbsteinschätzung in Bezug auf Ungeduld und Aggressivität hin untersucht. Danach wurden die Ernährungsgewohnheiten der Probanden abgeglichen. Auch andere Faktoren wie Alter, Bildung und Geschlecht sowie der Konsum von Tabak und Alkohol wurden in der den Bewertungen berücksichtigt. Umso überraschender das Ergebnis, dass Transfette sogar ein höheres Aggressionspotential haben als Alkohol.

 

Die Forscher appellierten deshalb auch an die Behörden der USA, Lebensmittel mit diesen Fetten in Institutionen, wie Schulen und Gefängnissen nicht zu verwenden. Die Lebensmittelindustrie wurde aufgefordert, den Gehalt an kostengünstigen Transfettsäuren in Nahrungsmitteln weiter zu reduzieren. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt den Verbrauchern, so wenig wie möglich dieser Fette zu sich zu nehmen.

So erkennen Sie Transfettsäuren in Lebensmitteln

Leider sind Transfettsäuren nicht kennzeichnungspflichtig. Die gehärteten Fette jedoch schon, sie müssen in der Zutatenliste angegeben werden. Je weiter vorne in den Zutaten die Bezeichnung "pflanzliches Fett gehärtet" oder "pflanzliche Öle z.T. gehärtet" auftaucht, umso mehr Transfettsäuren sind im Produkt enthalten. Die Kennzeichnung "frei von gehärteten Fetten" - wie sie oft auf Margarineverpackungen zu finden ist - ist freiwillig, muss aber der Wahrheit entsprechen. In der Milch kommen Transfettsäuren natürlicherweise vor und nicht durch die Fetthärtung. Daher tauchen gehärtete Fette auch nicht in der Zutatenliste von Käse, Quark und Joghurt auf. Als Faustformel gilt: Je fettreicher ein Milchprodukt ist, umso mehr Transfettsäuren enthält es auch. Die Menge in der Milch ist aber insgesamt viel geringer als in Fast Food.

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