Fettsteuer in Dänemark: Das bedeutet sie für die Lebensmittelpreise

Schlechte Ernährung wird bestraft

Weltweit werden die Menschen immer dicker. In Dänemark ist seit dem ersten Oktober 2012 Schluss mit lustig. Die Regierung hat dort eine Fettsteuer eingeführt. Damit soll der Gewichtszunahme und den daraus resultierenden Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck Einhalt geboten werden.

Lebensmittel werden in Dänemark durch die Fettsteuer teurer.
Dänemark führt die Fettsteuer ein. Fetthaltige Lebensmittel werden teurer. © dpa, David Ebener

Die Dänen müssen für gesundheitsschädliches - also gesättigtes - Fett in ihren Lebensmitteln tiefer in die Tasche greifen. Die neue Steuer für gesättigte Fettsäuren beträgt 16 Kronen (2,16 Euro) pro Kilo in Nahrungsmitteln. Damit wird zum Beispiel ein Paket Butter um 2,60 Kronen (35 Cent) und ein Kilo Schweinehackfleisch um 1,30 Kronen (18 Cent) teurer.

Schokolade, Chips & Co. genießen - oder weglassen!

Angenommen die Fettsteuer würde auch in Deutschland eingeführt und wäre ähnlich hoch, also rund 2 Euro pro Kilo, dann würde die gute deutsche Butter 42 Cent mehr pro 250g-Paket kosten, weil darin 208 g gesättigte Fettsäuren enthalten sind.

Mayonnaise kostete dann rund 37 Cent pro 500g-Glas mehr und ein 250ml-Becher Sahne würde um 12 Cent teurer. Ebenfalls 12 Cent mehr müssten wir für Gouda (Doppelrahmstufe) mit 57,5 g gesättigten Fettsäuren pro 250g-Paket bezahlen.

Nuss-Nougat-Creme würde durch die Fettsteuer mit 24 Cent pro 400g-Glas teurer. Bei Kartoffelchips läppert es sich, denn da kosten 10 Gramm 2 Cent mehr und davon hat man schnell mal einige Gramm verschlungen oder verkrümelt. Lediglich die rund 4 Cent mehr für eine 100g-Tafel Vollmilchschokolade kann man gerade noch verdrücken - denn wer die schafft, ist erstmal pappsatt!

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