Fast die Hälfte der Läden vor dem Aus: Was wird aus Dunkin' Donuts?

Unterschiedlich dekorierte Donuts liegen am 30.03.2005 in Berlin in einem Geschäft der Coffee-Shop-Kette Dunkin Donuts am Potsdamer Platz. Foto: Jens Kalaene +++(c) dpa - Report+++
Das Geschäft mit den Donuts läuft nur mäßig (Archivbild) © picture-alliance/ ZB, Jens Kalaene

Franchisenehmer hat Insolvenz beantragt

Was passiert mit Dunkin' Donuts? Die Gastronomiekette bangt um 30 Filialen. Das ist fast die Hälfte aller deutschen Dunkin' Donuts Läden – insgesamt sind es 67, die meisten davon in Berlin. Der Grund: Die Franchisenehmer S&C International Deutschland und die Will Coffee, die diese 30 Filialen betreiben, haben einen Insolvenzantrag gestellt.

Noch ist allerdings nichts entschieden. Es gibt also noch Hoffnung für die 260 Mitarbeiter der 20 Filialen in Berlin und der zehn weiteren in Nordrhein-Westfalen.

Angeblich ist der Mindestlohn schuld – und die Fernbusse

Zumindest bis September ist die Donut-Versorgung gesichert, für die Zeit danach ist noch nichts Genaues bekannt. Denn noch ist das Verfahren im Gange. Der Franchisenehmer möchte sich mit dem Franchisegeber in den USA abstimmen, möglicherweise kann noch eine Lösung gefunden werden. Zuletzt hatten einige Filialen schon kurz nach der Öffnung wieder schließen müssen, weil sich schnell abzeichnete, dass sich das Geschäft nicht rentieren würde.

Die Gründe sieht das Unternehmen in der Einführung des Mindestlohns und der abnehmenden Laufkundschaft. "Viele der 30 Filialen stehen in Bahnhofshallen und haben durch den Zuwachs an Fernbussen ihre Laufkundschaft verloren", zitiert der Spiegel den Firmen-Sprecher.