Espressomaschine - Kaffeegenuss wie in Italien

Espressomaschine brüht frischen Espresso
Eine Espressomaschine brüht frischen Espresso wie aus Italien © picture alliance / ZUMA Press

Ob Einsteiger oder Profi, der Markt bietet unterschiedlichste Systeme für Espressomaschinen in einem weit gefächerten Preisrahmen.

Der Espresso kommt, ebenso wie die ersten Espressomaschinen, aus Italien. Das erste Patent für solch eine Siebträgermaschine wurde bereits im 19. Jahrhundert von Angelo Moriondo angemeldet. Er gilt deshalb als der Erfinder der Espressomaschine. Im Gegensatz zur Kaffeemaschine wird dabei das heiße Wasser mit einem Druck von etwa neun Bar durch das Filtersieb gepresst und kommt somit nur kurz mit dem Kaffeemehl in Kontakt. Espresso enthält dadurch weniger Gerb- und Bitterstoffe sowie weniger Koffein als herkömmlicher Filterkaffee. Ein zusätzlicher Effekt, der erst seit der Entwicklung der Espressomaschine auftritt, ist die so genannte 'Crema', der hellbraune Kaffeeschaum.

Unterschiedliche Lösungen für Espressomaschinen

In vielen Haushalten wird inzwischen ein Kaffeevollautomat oder eine automatische Espressomaschine verwendet. Sie verfügt über eine eingebaute Kaffeemühle und über eine Vorrichtung zum Aufschäumen der Milch. Diese Geräte sind leicht zu handhaben und arbeiten mit einem Brühsieb, durch welches der Wasserdampf gepresst wird. Sie eignen sich zur Zubereitung von Espresso und von aufgeschäumter Milch, sodass auch Cappuccino und Latte-Getränke problemlos zubereitet werden können. Der mit einer Espressomaschine hergestellte Filterkaffee enthält ebenfalls weniger Bitterstoffe und Koffein.

Als Siebträgermaschine bezeichnet man eine halbautomatische Espressomaschine. Sie besitzt im Gegensatz zur automatischen Espressomaschine keine integrierte Kaffeemühle. Nach dem Mahlen muss das Kaffeemehl von Hand in den Siebträger gefüllt werden, danach wird das Mehrwegventil betätigt, durch das Wasserzufuhr und Brühdruck geregelt werden. Das erfordert ein wenig Geschick und Erfahrung, doch die Möglichkeiten einen ganz individuellen Espresso herzustellen, bieten sich nur mit diesem System. Profis arbeiten meist mit einer Siebträger-Kaffeemaschine.

Pflege von Espressomaschinen

Ein Espresso ist nur so gut wie seine Maschine. Damit keine Kaffeereste das Brühsieb und die Armaturen verkleben, sollten diese täglich gereinigt werden. Für die wöchentliche große Reinigung sind eine spezielle Reinigungsbürste, ein Reinigungsmittel und ein so genanntes Blindsieb nötig. Außerdem muss die Maschine regelmäßig entkalkt werden. Der Zeitraum richtet sich nach dem Härtegrad des verwendeten Wassers. Genaue Anleitungen für die Reinigung und Pflege finden sich in der Betriebsanleitung.

Der perfekte Espresso - so bereitet man ihn zu

Als Espresso-Röstung oder 'Italian Roast' bezeichnet man die dunkelste Röstung der Kaffeebohnen. Sie werden vor dem Brühen frisch gemahlen. Der kurzzeitige Kontakt mit dem Wasser verlangt ein möglichst feines Kaffeemehl, das fest in das Filtersieb gedrückt wird. Bei automatischen Espressomaschinen übernimmt dies die Technik.

Grundsätzlich muss darauf geachtet werden, dass die Maschine gut vorgeheizt ist. Sie sollte wenigstens 10 bis 15 Minuten vor Einsatz eingeschaltet werden, damit in der Espressomaschine der Siebträger und auch alle Leitungen die richtige Temperatur haben. Wird lediglich das Wasser erhitzt, kann dieses auf dem Weg zum Kaffeemehl zu stark abkühlen und die Qualität des Espressos leidet. Aus diesem Grund wärmen Genießer auch ihre Espressotassen vor, die üblicherweise aus dickwandigem Porzellan gefertigt sind.