Ernährungsfehler: Das sind die Top 10 der schlimmsten Fehler

Abnehmen durch bewusstes Essen: Klappt das?
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Essen 'to go' entpuppt sich als 'No Go'

Jeder kennt es, unterwegs schnell noch was essen. Ob auf dem Weg zur Arbeit, im Büro oder auf dem Heimweg - das Gefühl nichts 'richtiges' gegessen zu haben, weil man auf die Schnelle ein belegtes Brötchen oder eine Portion Pommes unterwegs verdrückt hat. Und am Ende des Tages haben wir unzählige Kalorien in unseren Körper aufgenommen, ohne richtig satt geworden zu sein. Eine neue Studie aus England besagt nun, dass Ablenkung beim Essen gefährlich werden kann. Denn dieses Essverhalten kann das Risiko erhöhen, an Fettleibigkeit zu erleiden, kann zu Bluthochdruck beitragen oder gar Herzinfarkte hervorrufen.

Daher ist hier 'bewusst essen' das Stichwort. Es ist nämlich gar nicht schwierig, vernünftig zu essen. Das sind die zehn größten Ernährungsfehler im Alltag und so können Sie diese vermeiden:

1. Sie snacken ständig
Die aktuelle Studie der 'University of Surrey' ergab, dass essen 'to go' dick macht. Aktivitäten während der Essensaufnahme wirke sich auf das Hungergefühl aus. Forscher erklären, dass das Hauptproblem bei der Ablenkung liegt. Die Gefahr besteht darin, zwischendurch öfter zu Snacks zu greifen, weil wir uns nicht gesättigt fühlen.

Beim Fernsehen landet Ihre Hand häufiger in der Chipstüte als auf der Fernbedienung. Mindestens genauso schädlich ist die Angewohnheit, am Arbeitsplatz Kekse oder Schokolade zu knabbern. Nervennahrung? Mit dem ständigen Geknabber gehen Sie höchstens den Kollegen auf die Nerven. Beschränken Sie Ihre Nahrungsaufnahme auf drei feste Mahlzeiten pro Tag (Frühstück, Mittagessen, Abendbrot). Wenn Sie ohne Snacks nicht mehr leben können, setzen Sie auf Rohkost-Happen. Gurkenscheiben, Paprikaschnitze oder Möhren sind mindestens genauso knackig, machen nicht dick und liefern sogar noch wichtige Vitamine.

2. Sie essen im Expresstempo
Wer zu schnell isst, hat ein doppelt so hohes Übergewichtsrisiko als Langsamesser – das haben Wissenschaftler der Osaka University in Japan herausgefunden. Das Problem: Es dauert rund 20 Minuten, bis sich das Sättigungsgefühl einstellt. Wer schlingt, nimmt also in der Regel zu viel Essen zu sich. Kauen Sie daher jeden Bissen rund 20 Mal, bevor Sie schlucken und essen Sie ganz bewusst nur kleine Happen.

3. Sie trinken falsch
Ohne Ihre tägliche Flasche Eistee können Sie nicht mehr leben? Die Frage ist eher: Wie lange werden Sie trotz dieser Angewohnheit noch leben? Es ist wichtig, viel zu trinken - allerdings müssen Sie das Richtige trinken. Und zwar am besten Wasser (optimalerweise 1,5 bis 2 Liter täglich). Wenn Ihnen Wasser zu fad ist, hilft vielleicht ein Spritzer Zitronensaft. Alkoholische Getränke sollten Sie höchstens zwei Mal in der Woche trinken, genau wie Kalorienbomben à la Eistee und Limonade.

4. Sie futtern zu fettig
Das Schnitzel trieft und glänzt vor Fett, die Fritteuse dampft: Ein Mal pro Woche ist ein Fast-Food-Dinner in Ordnung. Mehr sollten Sie Ihrem Körper nicht zumuten. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Fett ist nicht der Teufel - im Gegenteil: Fett liefert lebensnotwendige Fettsäuren und gibt Energie. Es kommt aber darauf an, das richtige Fett zu essen. Gesättigte Fettsäuren steigern der Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, setzen Sie stattdessen auf ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Fetten wie Raps- und Sojaöl. Aber nicht mehr als 60 bis 80 Gramm pro Tag!

5. Sie salzen dauernd nach
Gehören Sie auch zu denen, die Ihr Mittagessen schon mit Salz bestreuen, bevor Sie probiert haben? Großer Fehler! Denn viele Lebensmittel sind ohnehin überwürzt und zu viel Kochsalz fördert Gesundheitsprobleme wie Bluthochdruck. Sechs Gramm Kochsalz pro Tag sind akzeptabel. Wenn Sie nachsalzen, nutzen Sie Salz mit Jod und Fluorid - die Stoffe sind wichtig für den Stoffwechsel. Frische Kräuter sind eine gesunde und leckere Alternative zu Salz.

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Darum sollten Sie das Haus nicht ungefrühstückt verlassen

6. Sie frühstücken nicht
Keine Zeit, keinen Hunger, zu lange geschlafen: Es gibt viele Gründe, das Frühstück ausfallen zu lassen. Ein triftiger Grund ist, morgens doch ins Brötchen zu beißen - denn wer regelmäßig frühstückt, wird seltener dick, auch weil Heißhunger-Attacken ausbleiben. Forscher raten zu folgenden, energiearmen Morgen-Snacks: Schinken, Quark, Frischkäse, Joghurt, Gemüse und Eier. Guten Appetit!

7. Sie kochen nicht optimal
Wer clever is(s)t, gart Gemüse auf kleiner Flamme und möglichst kurz. Durch zu große Hitze gehen wertvolle Vitamine verloren. Eine vitaminschonende Zubereitungsmethode ist das Dämpfen. Dabei gart das Gemüse in einem Siebeinsatz über dem brodelnden Wasser im Topf. Oder Sie dünsten die Zutaten, indem Sie beim Kochen möglichst wenig Wasser verwenden.

8. Sie essen zu labbrig
Knackig und knusprig muss Nahrung sein! Zumindest, wenn Sie genug Ballaststoffe aufnehmen möchten. Geraten werden, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen - optimale Knack-Lieferanten sind Vollkornprodukte, aber auch Getreideflocken oder Brot.

9. Sie essen einseitig
Pommes, Toastbrot und zwischendurch eine Limonade - keine Frage, das ist lecker, aber nicht gesund. Essen Sie möglichst abwechslungsreich, bunt und vielseitig: Obst und Gemüse sollten die Basis Ihrer Ernährungspyramide bilden (5 Portionen pro Tag), zu jeder Mahlzeit gehören Kartoffel- und Getreideanteile (3 Portionen täglich). Fast genauso wichtig sind fettarme Milchprodukte (2 bis 3 Portionen pro Tag) - Fleisch und Fisch sollten als Ergänzung gelten und nur 3 Mal pro Woche genossen werden. Wählen Sie aus der ganzen Bandbreite des Supermarkt-Angebotes, dann sind manchmal auch Süßigkeiten erlaubt.


10. Sie plündern nachts den Kühlschrank
Eine Kette vor dem Kühlschrank wird nichts bringen. Sie müssen Ernährungsgewohnheiten umstellen, denn für den plötzlichen Heißhunger sind extreme Blutzuckerschwankungen verantwortlich. Sie müssen Ihrem Körper also schon tagsüber ausreichend Energie zuführen (siehe Punkt 9) - und zwar alle 4 bis 5 Stunden. Nach 19 Uhr sollten Sie nichts mehr essen. Der Hunger quält Sie trotzdem? Dann werfen Sie eine Handvoll Nüsse gegen die Fress-Attacke ein.

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