Entsafter: Mit Saftpresse, Slow Juicer und Co. immer frischen Saft herstellen

Entsafter mit frischen Orangen
Egal ob aus Obst oder Gemüse: Ein Entsafter zaubert im Handumdrehen frischen Saft. © picture alliance/Bildagentur-online

Entsafter und Saftpressen für selbst zubereitete Früchte- und Gemüsesäfte liegen im Trend. Für den ultimativen Vitamin-Kick brauchen Sie nicht mehr zur nächsten Saftbar zu gehen. Mixen Sie aus dem umfangreichen Angebot frischer Früchte und Gemüse Ihren persönlichen Lieblingsdrink. Im Handel finden Sie verschiedene Geräte mit mechanischem oder automatischem Druck, schnellen oder langsamen Rotationen. Unter dem Begriff Entsafter gibt es vier verschiedene Modelle, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

Die einfache Saftpresse für den Vitaminschub am Morgen

Eine Art Saftpresse ist die Zitruspresse. Das Gerät arbeitet mit mechanischem Druck auf einen balligen Kegel mit scharfkantigen Rippen. Neue Geräte haben einen leistungsfähigen Motor eingebaut. Ideal um für ein Rezept schnell Zitronen- oder Orangensaft auszupressen. Die Saftpresse ist für alle Zitrusfrüchte geeignet. Die einzelnen Teile sind aus Plastik hergestellt und nicht für den Geschirrspüler geeignet.

Slow Juicer oder Zentrifugenentsafter?

Ein Slow Juicer (langsamer Entsafter) arbeitet mit einem präzisen Schneidewerk und einer niedrigen Umdrehungszahl. So entsaftet das Gerät Obst und Gemüse ganz schonend. Das Ergebnis ist ein reiner, homogener Frucht- oder Gemüsesaft mit allen lebenswichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Der fertige Saft ist für einige Tage im Kühlschrank haltbar. Nach Gebrauch ist der Entsafter einfach zu reinigen. Der leise Motor ist ein weiterer Pluspunkt des Slow Juicers. Nachteile sind, dass der Slow Juicer keine harten Stücke entsaften kann und die Prozedur mehr Zeit in Anspruch nimmt als bei einem Zentrifugenentsafter.

Der Zentrifugenentsafter arbeitet mit einer Reibscheibe und einer höheren Rotation. Das Gerät ist im Betrieb lauter, kann dafür aber hartes Obst, Gemüse und Blattgemüse verwerten. Beeren und Gräser sind für diese Saftpresse ungeeignet. Der Entsafter verarbeitet schnell eine große Menge und ist oft in Gastronomiebetrieben zu finden. Durch die schnelle Rotation werden die Früchte zu einem Mus und der Saft aus dem Fruchtfleisch geschleudert. Reste fallen in den Sammelbehälter. Ältere Modelle haben ein zylinderförmiges Sieb. Die Menge an gepresstem Saft ist hier größer, weil die Pressrückstände länger in der Zentrifuge liegen. Beim Zusammenspiel von schnellen Rotationen und Luftaustausch kommt es zu einer Oxidation. Diese wirkt sich negativ auf die Farbe und den Geschmack des Saftes aus. Daher sollte man frischen Saft immer gleich verwerten.

Wie arbeitet ein Dampfentsafter?

Der Dampfentsafter besteht aus drei Teilen: einem flachen Behälter für das Wasser, einem Auffangbehälter für den Saft und einem Trichter. Durch den Dampf platzen die Fruchtzellen und der Saft läuft sauber in den Auffangbehälter. Diese Methode ist schonend und garantiert eine hohe Qualität des Saftes. Weitere Vorteile sind, dass diese Variante ohne automatische Dynamik arbeitet: Kerne und Stiele bleiben im Fruchtkorb. Das Ergebnis ist ein reiner Fruchtsaft, der im Kühlschrank einige Tage haltbar ist. Ein Nachteil ist der große Zeitaufwand und dass dieses System nur für Zitrusfrüchte und Früchte mit einem hohen Wassergehalt geeignet ist. Bei modernen Geräten ist der Fruchtkorb aus Glas. Beobachten Sie hier den Vorgang ohne den Deckel abzunehmen.

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