Die Kaffeemaschine: Ein Klassiker kehrt zurück

Filter-Kaffeemaschine mit frischem Kaffeepulver
Filter-Kaffeemaschine: Ein Klassiker in der Küche © picture alliance / dpa Themendienst

Ob Handaufguss, Espressokocher oder Vollautomat, der Genuss von Kaffee unterliegt immer wieder neuen Trends. Die Filterkaffeemaschine erfreut sich bereits seit Generationen großer Beliebtheit.

Die erste moderne Kaffeemaschine ließ sich der Unternehmer Gottlob Widmann im Jahr 1954 patentieren. Den Durchbruch erlebte die Filterkaffeemaschine Anfang der 1970er Jahre, als das Angebot stieg und der Preis für die Geräte sank. Heutzutage bekommt man mit 'gut' getestete Geräte bereits für etwa 50 Euro.

Kaffeemaschinen - ein bewährtes Prinzip

Die Filterkaffeemaschine imitiert das Kaffeebrühen von Hand. Man nennt dieses Prinzip, nach dem auch heute noch die meisten Filterkaffeemaschinen arbeiten, die Gravitations-Filterung.
Das kalte Wasser läuft über ein Rückschlagventil in das Heizelement im Boden der Maschine. Dort wird es erhitzt, bis sich Dampfblasen bilden. Dadurch baut sich Druck auf, das Rückschlagventil schließt sich und das heiße Wasser steigt durch ein Steigrohr nach oben. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis der Wassertank leer ist. Er wird begleitet vom typischen Blubbern und Röcheln der Kaffeemaschine. Der fertig gebrühte Filterkaffee wird in einer Kanne aufgefangen. Die Kanne besteht entweder aus Glas und steht auf einer Wärmeplatte oder es handelt sich um eine Isolierkanne.

Für die Kaffeemaschine eignen sich 100 Prozent Arabica-Sorten, denn auch das handelsübliche Filterpapier ist auf diese abgestimmt. Filterkaffee, der auf dem Heizelement warm gehalten wird, behält gut eine Stunde lang sein Aroma. In einer Isolierkanne bleibt er etwas länger frisch. Nach dem Brühen sollte die erkaltete Wärmeplatte gesäubert werden, damit sich keine Kaffeereste einbrennen. Außerdem muss die Maschine hin und wieder entkalkt werden.

Filterkaffee, Espresso und American Style

Kaffeetasse mit Kaffeebohnen.
Kaffee aus frische Kaffeebohnen ist ein echter Genuss. © imago

Der Unterschied zwischen Filterkaffee und Espresso ergibt sich bereits aus der Röstung der Kaffeebohnen. Filterkaffee wird mit hellen Bohnen gebrüht, diese Röstung bezeichnet der Fachmann als 'Zimtröstung'. Eine mittlere Röstung wird als 'American Roast' gehandelt und die dunkelste, die Espresso-Röstung, ist auch als 'Italian Roast' bekannt.

Während das Wasser der Filterkaffeemaschine das Kaffeepulver langsam durchdringt, kommt die gemahlene Espresso-Röstung nur kurz mit dem heißen Wasser in Berührung. Die Espressomaschine drückt es mit einem Pumpendruck von etwa neun bar durch das Kaffeemehl, direkt in die Tasse. Dadurch enthält Espresso weniger Bitterstoffe und weniger Koffein als Filterkaffee.

Nach diesem Prinzip arbeitet auch der Kaffee-Vollautomat. Das frisch gemahlene Kaffeemehl gelangt in ein Filtersieb, wo es nur kurz und unter hohem Druck mit dem heißen Wasser in Kontakt kommt. Zusätzlich haben Kaffee-Vollautomaten ein so genanntes 'Cremaventil', das in Verbindung mit dem Wasserdruck eine Creme erzeugt. Meist ist die Menge der zu mahlenden Kaffeebohnen einstellbar. Mit dem Vollautomaten zubereiteter Kaffee enthält ebenfalls weniger Bitterstoffe und Koffein.

Weiches Wasser für guten Geschmack?

Wer sich eine gute und bekömmliche Tasse Kaffee brühen möchte, sollte diese mit Kaffeemehl aus qualitativ hochwertigen Bohnen und weichem, möglichst kalkfreiem Wasser zubereiten. Die Härtegrade des Leitungswassers variieren von Ort zu Ort. Im Internet oder direkt beim zuständigen Wasserversorger lässt sich dies in Erfahrung bringen. Gegebenenfalls kann man die Qualität des Trinkwassers auch durch einen handelsüblichen Wasserfilter verbessern. Das erhöht nicht nur den Genuss, sondern unter Umständen auch die Lebensdauer der Kaffeemaschine.