'Deutsche Umwelthilfe' fordert: Kaffee im Pappbecher soll 20 Cent extra kosten

Diese Kaffeebecher sollen die Umwelt retten!
Diese Kaffeebecher sollen die Umwelt retten! Verhindert das 'Recup'-System Müllberge? 00:01:59
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Alleine in Deutschland landen pro Jahr knapp drei Milliarden Einwegbecher im Mülleimer

Na, hatten Sie heute schon einen Coffee to go? Wahrscheinlich schnell und praktisch im Pappbecher zum Wegwerfen, oder? Das Problem: Die Dinger bestehen nur zum Teil aus Pappe, von innen sind sie mit Kunststoff überzogen - und somit ganz schwer recyclebar und letztendlich ein schwer wiegendes Umweltproblem. Denn pro Jahr landen alleine in Deutschland knapp drei Milliarden Einwegbecher im Mülleimer. Jetzt will die 'Deutsche Umwelthilfe' Kaffeefans zur Kasse bitten, wenn sie trotzdem partout auf Wegwerf-Pappbecher bestehen - 20 Cent sollen die Becher mehr kosten.

"Oft landen Einwegbecher in der Natur - dort zerfällt der Kunststoff zu Mikroplastik"

Laut Umwelthilfe trinken 70 Prozent der Deutschen inzwischen "häufig oder gelegentlich" ihren Kaffee aus Coffee-to-go-Bechern. Jede Stunde gehen 320.000 Becher über die Ladentheke. Viel zu viele, finden Naturschützer. Denn: "Oft landen sie in der Natur, und dort zerfällt der Kunststoff zu Mikroplastik und reichert sich dort an", sagt Barbara Metz von der 'Deutschen Umwelthilfe'. Eigentlich müssten die Kunststoffbestandteile der Einwegbecher verbrannt werden.

Aber die Müllberge wachsen weiter und weiter. Schuld ist unsere eigene Bequemlichkeit. Dabei gibt es mittlerweile umweltfreundliche Alternativen zum Pappbecher - beispielsweise das 'reCup'-System, das in einigen Cafés schon umgesetzt wird. Wie das Ganze funktioniert, zeigen wir Ihnen im Video. Mit reinem Umweltgewissen schmeckt der Kaffee doch auch gleich viel besser.