Dampfgarer: Kochen auf die sanfte Tour

Dampfgarer
Mit einem Dampfgarer bereiten Sie Gemüse, Fisch und Fleisch ganz schonend zu. © picture alliance / Bildagentur-online

Das Garen über Wasserdampf ist eine traditionelle chinesische Zubereitungsart, die besonders schonend ist. Zum Vergleich: Gedämpfter Brokkoli enthält 50 Prozent mehr Vitamin C als gekochter. Ob saftiger Fisch, butterzartes Fleisch und Gemüse oder lockerer Reis: Mit einem Dampfgarer gelingt alles mit Leichtigkeit und ganz ohne Anbrennen oder Verkochen. Da Aromen nicht übertragen werden, kann Süßes und Salziges gleichzeitig garen.

Richtig Dampfgaren: Wie funktioniert es?

Damit alles im Dampfgarer schön saftig und aromatisch bleibt, muss dieser richtig bedient werden. Das beginnt mit dem korrekten Befüllen des Wasserbehälters mit der jeweils maximalen Wassermenge. Es sollte darauf geachtet werden, dass nie zu wenig Wasser im Dampfgarer ist und die Flüssigkeit immer rechtzeitig nachgefüllt wird. Viele Geräte verfügen über eine seitliche Nachfüllöffnung oder signalisieren den Wassermangel. Als nächstes füllt man die Garbehälter beziehungsweise Dampfeinsätze mit den gewünschten Lebensmitteln. Hier gibt es folgende Faustregel: Die Speisen, die besonders intensiv und lange gegart werden müssen, liegen zuunterst, da es dort am heißesten ist. Mitgelieferte Garzeit-Tabellen helfen bei der richtigen Anordnung. Eine Besonderheit bei den Dampfeinsätzen ist die Reisschale: Sie hat keine Löcher im Boden, sondern wird durch den Dampf direkt erhitzt, weshalb sie mit einer kleinen Menge Wasser gefüllt wird.

Die Garzeit lässt sich meist über einen Drehknopf oder eine digitale Anzeige programmieren, im besten Fall über spezielle Programme für zum Beispiel Gemüse, Fisch, Geflügel oder Reis. Die meisten Geräte verfügen neben dem Dampfgarmodus auch über einen praktischen Warmhaltezustand. Ab da läuft alles automatisch. Wenige Sekunden nach dem Einschalten strömt der erste Dampf in die Behälter und Gemüse und Co. beginnen zu garen. Nach Ende der Garzeit ist Vorsicht geboten, da die Behälter heiß sind.

Mehr zur Vielfalt der Dampfgarer

Zu den klassischen Dampfgargeräten gehört auch der Schnellkochtopf, der 1927 auf den Markt kam und in den 1970er und 1980er Jahren einen wahren Boom erlebte. Viele schwören zudem auf den Römertopf für ein natürliches Dämpfen. Grundsätzlich wird zwischen drucklosem Dampfgaren bei Umgebungsdruck und dem Druck-Dampfgaren unterschieden. Beim natürlichen Dampfgaren (Römertopf) werden die Lebensmittel dem heißen Dampf siedenden Wassers ausgesetzt. Die Gartemperatur liegt damit bei 100 Grad, es herrscht Umgebungsdruck. Beim Druck-Dampfgaren (Schnellkochtopf) wird in einem abgeschlossenen System gegart und das siedende Wasser führt zu einem Druckanstieg. Die Gartemperatur liegt bei 120 °C und führt zu kürzeren Garzeiten. Weiterhin können Sie zwischen einem Einbau-Dampfgarer und einem Stand-Dampfgarer wählen.