Blutdruck messen: Kennen Sie Ihre Blutdruckwerte?

5 Lebensmittel gegen Bluthochdruck
5 Lebensmittel gegen Bluthochdruck Ernährungstipps von Professor Ingo Froböse 00:01:39
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Ein Blutdruck ab 140 zu 90 ist Bluthochdruck

Wer sagt, er ‚hat Blutdruck’, meint, dass seine Blutdruckwerte zu hoch sind. Auch wenn erhöhter Blutdruck meist nur zufällig entdeckt wird, weil die Krankheit fast ohne Symptome verläuft, ist sie keine Lappalie, im Gegenteil: Die sogenannte Hypertonie ist unbehandelt lebensgefährlich! Es drohen Augen- und Nierenschäden und im schlimmsten Fall Infarkt und Schlaganfall.

Den Blutdruck regelmäßig zu messen, kann unter Umständen lebensrettend sein.
Meist wird der Blutdruck am dem Oberarm gemessen © Alexander Raths - Fotolia, Alexander Raths

In Deutschland sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schuld an diesen Erkrankungen ist in einem Viertel der Fälle ein zu hoher Blutdruck. Bluthochdruck macht zunächst keine Beschwerden - und stellt somit eine schleichende Gefahr dar. Bemerkt wird er oft erst, wenn es schon zu spät ist. Regelmäßig seinen Blutdruck zu überprüfen, kann also Leben retten!

Und es ist so einfach: Der Blutdruck wird meist mit einer Pump-Manschette um dem Oberarm gemessen. 140 zu 90 ist der Wert, ab dem von Bluthochdruck gesprochen wird. Die erste Zahl, 140, gibt den Druck des schlagenden Herzens an, die zweite Zahl, 90, ist der ‚Leerlaufdruck’ in den Arterien.

Dieser letztere Wert sagt also etwas aus über Zustand der Blutgefäße aus. Sind sie stärker verkalkt oder durch Rauchen ständig verengt, steigt der Druck. Risikofaktoren sind neben Übergewicht, Rauchen, Alkohol, auch Stress und falsche Ernährung mit zu viel tierischen Fetten.

Bluthochdruck: Auch die Psyche spielt eine Rolle

Dass die Psyche auch eine große Rolle spielt, liegt an der an sich genialen Konstruktion unserer Blutdruck-Regulation. Bei großer Anstrengung muss der Kreislauf mehr und schneller Blut bewegen, um die Zellen mit Sauerstoff zu versorgen. Der Blutdruck steigt. Das Gleiche gilt aber eben auch, wenn der Kopf ‚Alarm!’ signalisiert.

Kurzzeitige Blutdruckanstiege sind normal und harmlos. Der Körper ist flexibel genug, um das ohne äußerlich erkennbare Reaktionen locker wegzustecken. Dauerstress löst aber eine Art Verkrampfung der Arterien aus, die den Druck ansteigen lässt. Die Blutgefäße ziehen sich dann zusammen und lockern sich nicht mehr.

Seinen Blutdruck zu kennen, ist deshalb besonders wichtig, wenn man nicht mehr ganz so jung ist. Mit 35 Jahren hat man schon einiges mitgemacht, ab diesem Alter spätestens, so der Rat der Ärzte, sollte der Blutdruck regelmäßig gecheckt werden.

Wie jedes System, das lange Zeit auf über 100 Prozent belastet wurde, bilden sich schließlich Schwachstellen heraus, die plötzlich nachgeben. Wenn das geschieht, sind die Folgen bei Hypertonie oft gravierend: Tod oder andauernde Lähmungen können innerhalb von Minuten eintreten.

Wer dem vorbeugen will, sollte sich fragen: Kenne ich meinen Blutdruck? Liegt er unterhalb 140/90? Ihr Hausarzt berät sie gerne. Automatische Blutdruck-Messgeräte für zu Hause sind für wenig Geld zu erwerben.

Was hilft, wenn der Blutdruck zu hoch sein sollte?

Salzarm essen, tierische Fette (Wurst) reduzieren, Sport treiben, nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, Normalgewicht anstreben. Manchmal sollte man auch beruflich etwas kürzer treten.