Backzutaten: Zimt, Nüsse und Co. oft mit Schimmel und Pilzen belastet

Backzutaten
So lecker Stollen, Zimtsterne und Co. auch sind: Viele der benötigten Backzutaten sind belastet und können die Gesundheit gefährden. © schenkArt - Fotolia, schenkArt

Vor allem Nüsse und Zimt sind bedenkliche Backzutaten

In der Vorweihnachtszeit wird wieder fleißig gebacken und gegessen. Vor allem Zutaten wie Nüsse, Schokolade, Zimt und Vanillezucker werden in der Plätzchenzeit reichlich verwendet. Nicht alle sind laut "Öko-Test" unbedenklich. So finden sich in Haselnüssen oft Spuren von Darmkeimen und Schimmelpilzen. Was Sie beachten sollten, um sich den Appetit nicht verderben zu lassen, sehen Sie hier im Überblick.

Gemahlene Haselnüsse von "sehr gut" bis "ungenügend"

Durch ihre große Oberfläche sind gemahlene Haselnüsse besonders anfällig für Keime und den Verderb ihres enthaltenen Fetts. In sieben von zehn getesteten Nusspackungen fanden sich Enterobakterien, die zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich führen können. Dies deutet auf eine mangelnde Hygiene bei der Verarbeitung der Nüsse oder eine Lagerung bei zu hohen Temperaturen hin. Nusstüten sollten daher stets kühl und trocken gelagert werden. Testsieger waren die Produkte von "Dennree" und "Dr. Oetker". "Mangelhaft" und "ungenügend" dagegen fielen die gerieben Haselnüsse vom Discounter "Netto" und "Vog" aus. Will man kein Risiko eingehen, sollte man die Haselnüsse einfach selbst mahlen.

Unbedenkliche Backzutaten: Zartbitterkuvertüren und Cranberrys sind top

Sparsam mit Zimt umgehen!

In Zimt steckt natürlicherweise das giftige Cumarin, das bei einer zu hohen Dosierung zur Schädigung der Leber führen kann. Sechs von acht getesteten Produkten überschritten den tolerierbaren Wert. Von den acht getesteten Zimt-Produkten wurden fünf mit "mangelhaft" und eines sogar mit "ungenügend" bewertet. Lediglich die zwei Bioprodukte von "Rewe" und "Alnatura" haben mit "sehr gut" und "befriedigend" abgeschnitten.

Kohlenwasserstoff im Vanillezucker

Im getesteten Vanillezucker wurden Rückstände von Kohlenwasserstoff nachgewiesen. Eine mögliche Quelle könnte die Verpackung sein, über die der Kohlenwasserstoff in den Zucker gelangt. Der Testsieger von "Hela" hat am besten abgeschnitten, da dieser im Glas angebotenwird.

Zartbitterkuvertüren und Cranberrys haben keinen Grund zur Beanstandung gegeben.